05 April 2026, 08:24

Zugspitze: Gipfelkreuz wird von Hunderten Aufklebern befreit und neu vergoldet

Eine Gruppe von Menschen mit Masken, die eine Tafel mit der Aufschrift "Zusammen für Klima und Natur" tragen, geht eine Straße entlang, mit Fahrzeugen und Gebäuden auf beiden Seiten und Bäumen im Hintergrund unter einem klaren blauen Himmel.

Zugspitze: Gipfelkreuz wird von Hunderten Aufklebern befreit und neu vergoldet

Deutschlands höchster Berg, die Zugspitze, kämpft mit wachsender Vandalismus-Problematik, seit Touristen Aufkleber an ihrem Gipfelkreuz anbringen. Das goldene Kreuz, ein langjähriges christliches Symbol, muss nun aufwendig restauriert werden, um Hunderte der Klebeetiketten zu entfernen. Ein ortsansässiger Schmied hat mit der mühevollen Arbeit begonnen, die Oberfläche zu reinigen und neu zu vergolden.

Die Tradition der Gipfelkreuze in den Alpen reicht bis ins 18. und 19. Jahrhundert zurück. Ursprünglich als Wettermarkierungen oder Grenzzeichen genutzt, entwickelten sie sich später zu christlichen Symbolen. Religiöse Gruppen und Einheimische errichteten sie auf Bergspitzen als Zeichen des Glaubens – besonders in Bayern, Österreich und der Schweiz.

Das heutige Kreuz der Zugspitze wurde 1993 vom Schmiedemeister Franz Würzinger geschaffen. Mit der Zeit begannen Touristen, Aufkleber daran anzubringen. 2008 waren erst drei davon zu sehen, doch bis 2017 stieg die Zahl auf etwa 70 an. Mittlerweile ist das Kreuz mit Hunderten der Kleber überzogen, was regelmäßig Reparaturen erfordert.

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Andrea Würzinger, die Tochter von Franz und ebenfalls Schmiedemeisterin, leitet die aktuelle Restaurierung. Der Prozess wird mindestens zwei Wochen dauern, um alle Aufkleber zu entfernen und das Blattgold neu aufzutragen. Um künftige Schäden zu verringern, hat die Bayerische Zugspitzbahn ein zweites, kleineres Replikat des Kreuzes am Bergbahnhof aufgestellt. Besucher können ihre Aufkleber nun dort anbringen – statt am Original.

Das historische Gipfelkreuz wird in seinen ursprünglichen Zustand versetzt, frei von Aufklebern. Die neue Nachbildung bietet Touristen, die eine Spur hinterlassen möchten, eine Alternative. Damit soll das denkmalgeschützte Symbol bewahrt werden, ohne die Tradition der Bergbesucher zu unterbrechen, die seit jeher ein Zeichen setzen wollen.

Quelle