26 March 2026, 16:28

Überfüllte Pisten und hohe Preise: Warum Skifahrer mit Europas Top-Zielen hadern

Ein Skigebiet in den französischen Alpen mit schneebedeckten Bergen, verstreuten Gebäuden und Bäumen sowie Skifahrern auf den Pisten.

Überfüllte Pisten und hohe Preise: Warum Skifahrer mit Europas Top-Zielen hadern

Eine neue Studie von Privacy Tutor zeigt die wachsende Unzufriedenheit unter Skifahrern in Europas Top-Skigebieten. Überfüllte Pisten, hohe Preise und marode Infrastruktur dominieren die Beschwerden – wobei einige Ziele deutlich stärker in der Kritik stehen als andere.

Die Analyse offenbart deutliche Unterschiede zwischen den Ländern: von überlaufenen Hängen in Österreich über horrender Kosten in der Schweiz bis hin zu veralteten Anlagen in Italien.

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Mayrhofen im Tirol gilt als das am stärksten überlaufene Skigebiet Europas – fast 79 Prozent der Bewertungen bemängeln die übermäßigen Besucherzahlen. Um das Problem einzudämmen, führt der Ort zur Saison 2025/26 eine verkehrsberuhigte Zone in der oberen Hauptstraße ein. Weitere größere Maßnahmen gegen das Gedränge wurden dort in den letzten fünf Jahren nicht bekannt.

Auch die benachbarten Gebiete Ischgl und Sölden erhalten massive Kritik wegen überfüllter Pisten. Während Ischgl selbst keine direkten Lösungen für das Überlastungsproblem vorweist, setzt der Betreiber Teile einer alten Liftanlage wieder ein, um in Fieberbrunn eine neue 6er-Sesselbahn zu bauen. Diese soll die Kapazität von 800 auf 1.800 Personen pro Stunde erhöhen und so die Wartezeiten in der Saison 2025/26 verkürzen.

Auf Platz zwei der Kritikliste folgt St. Anton am Arlberg, wo über 78 Prozent der Beschwerden auf zu viele Gäste verweisen. In ganz Österreich bleibt die Überlastung der Skigebiete der größte Ärgerfaktor für Urlauber.

In Frankreich sticht Les Deux Alpes hervor – obwohl dort insgesamt weniger Gäste unterwegs sind. Das Gebiet erreichte eine perfekte Bewertung von 100 von 100 Punkten bei den Beschwerden, wobei Skifahrer sowohl Überfüllung als auch schlechte Schneeverhältnisse anprangerten. Ähnliche Probleme, wenn auch in kleinerem Maßstab, gibt es am Kronplatz in Südtirol.

Schweizer Skigebiete ernten vor allem wegen ihrer horrend hohen Preise Wut, während italienische Ziele mit veralteter Infrastruktur zu kämpfen haben. Die Studie zeigt: Selbst mit weniger Besuchern erfüllen manche Orte die Erwartungen nicht.

Die Ergebnisse unterstreichen die anhaltenden Herausforderungen in Europas meistbesuchten Skiregionen. Zwar unternehmen Gebiete wie Mayrhofen und St. Anton erste Schritte, um das Gedränge zu verringern – doch viele Gäste bleiben frustriert. Da die Nachfrage ungebrochen hoch bleibt, könnten weitere Änderungen nötig sein, um das Erlebnis auf der Piste zu verbessern.

Quelle