26 March 2026, 16:28

Harald Lesch attackiert Bayerns Klimapolitik: "Ziele werden klar verfehlt"

Offenes Buch mit detaillierter Karte von Bayern mit beschrifteten Städten, Dörfern, Flüssen und geografischen Merkmalen.

Lesch: Bayern tut zu wenig für seine eigenen Klimaziele - Harald Lesch attackiert Bayerns Klimapolitik: "Ziele werden klar verfehlt"

Bayern steht wegen seiner Klimapolitik in der Kritik – und zwar von Physiker und TV-Moderator Harald Lesch. Als Mitglied des Klimarats des Freistaats wirft er der Landesregierung vor, die selbstgesteckten Ziele klar zu verfehlen. Die Vorwürfe kommen zu einer Zeit, in der Bayern zwar den Ausbau erneuerbarer Energien vorantreibt, gleichzeitig aber erwägt, das Ziel der Klimaneutralität um fünf Jahre auf 2045 zu verschieben.

Lesch wirft der bayerischen Staatsregierung vor, den Klimaschutz nicht ernst genug zu nehmen. Zwar wurden Genehmigungen für 198 neue Windräder (1,3 GW) im Jahr 2025 erteilt, und bis Jahresende sollen 1.169 Anlagen (2,7 GW) in Betrieb sein – doch der Fortschritt sei viel zu langsam, so der Wissenschaftler. Umweltminister Thorsten Glauber (Freie Wähler) lehnt Fracking zwar ab, setzt aber auf Geothermie und strebt an, dass bis 2050 ein Viertel der Gebäudeheizung aus dieser Quelle stammt.

Nach Ansicht von Lesch verlässt sich Bayern zu sehr auf private Initiativen statt auf konsequentes staatliches Handeln. Er schlägt einen Landesfonds vor, der Bürger belohnt, die sich an der Energiewende beteiligen. Gleichzeitig kritisiert er, dass die Regierung auf ferne Technologien wie Kernfusion und eine Wasserstoffstrategie setzt – dabei sollte grüner Wasserstoff seiner Meinung nach ausschließlich der Industrie vorbehalten bleiben und nicht in Autos verbrannt werden.

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Lesch warnt davor, Klimaziele aufzuweichen, und bezeichnet jede Verzögerung als Rückschritt. Stattdessen fordert er, bewährte Lösungen wie Wärmepumpen und E-Mobilität voranzutreiben. Seine Forderungen spiegeln die Spannungen wider, die in der Debatte um eine mögliche Verschiebung des Klimaneutralitätsziels von 2040 auf 2045 auftreten.

Zwar läuft der Ausbau erneuerbarer Energien in Bayern mit Wind- und Geothermieprojekten weiter – doch Leschs Kritik unterstreicht die Bedenken hinsichtlich Tempo und Ausrichtung der Klimastrategie. Die Diskussion über eine Verschiebung des Neutralitätsziels bleibt vorerst ungelöst.

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