Johann Bertl gewinnt Landratswahl mit 65,4 Prozent der Stimmen klar
Christoph Koch IIJohann Bertl gewinnt Landratswahl mit 65,4 Prozent der Stimmen klar
Johann Bertl hat die Wahl zum Landrat mit einem deutlichen Sieg für sich entschieden. Mit 65,4 Prozent der Stimmen führte er von Beginn an mit einem Vorsprung, den sein Herausforderer nicht aufholen konnte. Der lokale CSU-Vorsitzende Alexander Dobrindt lobte sowohl Bertls Wahlkampf als auch die Entscheidung der Wähler.
In Frankfurt verzeichnete die Kommunalwahl am 15. März 2026 die höchste Wahlbeteiligung seit über zwei Jahrzehnten. In allen 16 Stadtbezirken gaben 49,6 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme ab – ein deutlicher Anstieg im Vergleich zu früheren Jahren.
Bertls Sieg zeichnete sich bereits früh im Wahlkampf ab. Sein Kontrahent Falk Sluyterman von der SPD erhielt 34,6 Prozent der Stimmen. Sluyterman räumte ein, dass seine Parteizugehörigkeit das Ergebnis beeinflusst habe.
Nach Bekanntgabe der Ergebnisse bedankte sich Bertl bei seinen Unterstützern und betonte den Respekt vor den Verantwortungen seines Amtes als Landrat. Dobrindt hingegen erkannte an, dass die CSU in künftigen Oberbürgermeister-Stichwahlen bessere Leistungen erbringen müsse. Die Partei musste zudem Verluste in benachbarten Landkreisen hinnehmen, darunter in Landsberg am Lech und Bad Tölz-Wolfratshausen.
Die CSU kündigte an, ihre Ergebnisse bei den Kommunalwahlen in den kommenden Wochen auszuwerten. Über den Landkreiskampf hinaus stieg die Wahlbeteiligung auch anderswo deutlich. Im Main-Kinzig-Kreis kletterte sie auf etwa 56 Prozent – nach 49 Prozent im Jahr 2021. Auch bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg gab es einen Anstieg um 5,8 Prozentpunkte auf 69,6 Prozent.
Bertls Erdrutschsieg unterstreicht seine starke Unterstützung in der Wählerschaft. Die CSU steht nun vor internen Diskussionen nach gemischten Ergebnissen bei den Kommunalwahlen. Gleichzeitig deuten die steigenden Wahlbeteiligungswerte auf ein wachsendes öffentliches Interesse an regionalen Wahlen hin.






