29 April 2026, 00:48

Norwegens Biathlon-Stars fliegen per Helikopter zum Festival – und ernten Klimakritik

Drei Männer in Neoprenanzügen und Helmen sitzen in einem Hubschrauber über dem Meer, einer hält ein Objekt.

Norwegens Biathlon-Stars fliegen per Helikopter zum Festival – und ernten Klimakritik

Norwegens Spitzen-Biathlet:innen stehen in der Kritik, nachdem sie mit dem Helikopter zu einem Festival nach München gereist sind. Die Reise unterbrach ihr Höhenlagertraining in Italien. Eine Politikerin der Grünen bezeichnete den Schritt als verantwortungslos und löste damit eine Debatte über die Klimabilanz im Spitzensport aus.

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Das norwegische Biathlon-Team, darunter der Gesamt-Weltcup-Sieger Sturla Holm Lægreid, flog per Helikopter zum LOOP ONE Festival. Die Reise verkürzte ihre Vorbereitungsphase im italienischen Trainingslager. Lægreid räumte später die Spannung zwischen Hochleistungssport und gesellschaftlicher Verantwortung ein.

Die norwegische Grünen-Politikerin Frøya Sjursæther verurteilte den Helikopterflug scharf. Sie argumentierte, solche Handlungen gefährdeten die langfristige Zukunft des Wintersports. Sjursæthers Äußerungen lenkten die Aufmerksamkeit auf die CO₂-Emissionen im Spitzensport.

Teammanager Per Arne Botnan verteidigte die Entscheidung und betonte, sportliche Prioritäten stünden an erster Stelle. Er verwies darauf, dass der Norwegische Biathlon-Verband bereits während der Saison Umweltmaßnahmen umsetze. Lægreid schlug vor, künftige Interviews könnten auch remote geführt werden, um Reisen zu reduzieren.

Der Vorfall wirft die Frage auf, wie sich sportliche Anforderungen und ökologische Verantwortung in Einklang bringen lassen. Während das Team zu seiner Entscheidung steht, zeigt die Kritik, dass die Reisegewohnheiten im Profisport zunehmend hinterfragt werden. Angesichts wachsender Klimasorgen dürfte die Debatte weiter an Fahrt aufnehmen.

Quelle