Durchbruch bei Wasserstoffspeicherung: Neuer Katalysator stoppt Verdampfungsverluste
Christina JunitzDurchbruch bei Wasserstoffspeicherung: Neuer Katalysator stoppt Verdampfungsverluste
Neues Forschungsprojekt zielt darauf ab, Energieverluste bei der Speicherung von grünem Wasserstoff zu verringern
Die C&CS Catalysts and Chemical Specialties GmbH und die Technische Universität Dresden haben sich zusammengeschlossen, um ein zentrales Problem der Wasserstoffwirtschaft zu lösen: den Verdampfungsverlust. Aktuell geht durch den sogenannten Boil-off-Effekt bis zu ein Drittel des verflüssigten Wasserstoffs während der Lagerung verloren.
Im Mittelpunkt der Kooperation steht die Entwicklung eines bifunktionalen Katalysators, der die Ortho-Para-Umwandlung beschleunigt – ein entscheidender Schritt bei der Verflüssigung, der bisher zu langsam abläuft. Der neue Katalysator soll direkt während des Verflüssigungsprozesses eingesetzt werden, um die Effizienz zu steigern und die Verdampfung deutlich zu reduzieren.
Während C&CS für die Entwicklung, Herstellung und Erprobung des Katalysators verantwortlich zeichnet, übernimmt die TU Dresden die Bewertung seiner Praxistauglichkeit. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) fördert das Vorhaben mit bis zu 236.525 Euro.
Wie Dr. Julius Nickl, Geschäftsführer von C&CS, erläutert, gehe es darum, grünen Wasserstoff zugänglicher und wirtschaftlicher zu machen. Als nächster Schritt sind Pilotversuche mit Kryokühlsystemen geplant, in denen der neue Katalysator zum Einsatz kommt. Anschließend soll die Technologie für die kommerzielle Nutzung vorbereitet werden.
Das Projekt könnte die Effizienz der Wasserstoffspeicherung maßgeblich verbessern. Durch die Verringerung der Verdampfungsverluste könnten die Kosten sinken und die Verbreitung von grünem Wasserstoff beschleunigt werden. Die Markteinführung des neuen Katalysatorsystems rückt damit in greifbare Nähe.






