23 March 2026, 06:26

Mütterrente 2027: Höhere Renten für Millionen Eltern durch Reform geplant

Frau mit einem Baby auf dem Arm, mit einem Plakat im Hintergrund, auf dem steht: 'Mutterrenten: Über 20 Bundesländer helfen, das Zuhause zu bewahren.'

Mütterrente 2027: Höhere Renten für Millionen Eltern durch Reform geplant

Die deutsche Mütterrente wird 2027 durch eine neue Reform ausgeweitet. Die Änderung soll die monatlichen Zahlungen für Millionen Eltern – vor allem Mütter – erhöhen, die vor 1992 Kinder großgezogen haben. Nach Schätzungen der Behörden wird die Umstellung nach vollständiger Umsetzung jährlich rund fünf Milliarden Euro kosten.

Das aktuelle System der Mütterrente gewährt Rentenansprüche für Zeiten der Kindererziehung. Eltern von vor 1992 geborenen Kindern erhalten 2,5 Jahre Anrechnungszeit, während Eltern mit Kindern, die 1992 oder später geboren wurden, drei Jahre gutgeschrieben bekommen. Diese Differenz schlägt sich in den monatlichen Zahlungen nieder: Bei zwei vor 1992 geborenen Kindern gibt es 203,95 Euro, bei zwei später geborenen 244,74 Euro. Liegt ein Kind vor und eines nach 1992, beträgt die Rente 224,35 Euro.

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Mit der anstehenden Mütterrente III wird die Anrechnungszeit für alle Eltern auf drei Jahre vereinheitlicht – unabhängig vom Geburtsjahr des Kindes. Diese Anpassung soll die bisherige Ungleichbehandlung bei der Anerkennung früherer Erziehungsleistungen ausgleichen. Von der Neuregelung, die am 1. Januar 2027 in Kraft tritt, werden voraussichtlich rund zehn Millionen Rentnerinnen und Rentner profitieren, überwiegend Mütter. Die ersten erhöhten Zahlungen fließen ab 2028.

Ein gesonderter Antrag ist nicht erforderlich. Stattdessen wird die Rentenversicherung die Konten automatisch aktualisieren, sofern die Erziehungszeiten bereits erfasst sind. Die monatliche Höhe errechnet sich aus den angerechneten Rentenpunkten multipliziert mit dem aktuellen Rentenwert, der im Juli 2024 bei 40,79 Euro liegt.

Ziel der Reform ist es, die Altersarmut – insbesondere bei Frauen und Müttern mit drei oder mehr Kindern – zu verringern. Mit jährlichen Kosten von etwa fünf Milliarden Euro soll die Neuregelung Millionen Haushalten höhere monatliche Leistungen sichern. Die ersten angepassten Zahlungen sind für 2028 vorgesehen.

Quelle