19 March 2026, 18:24

Münchner Gericht verurteilt Geldkuriere für millionenschweren Anlagebetrug

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Münchner Gericht verurteilt Geldkuriere für millionenschweren Anlagebetrug

Zwei Männer aus Malaysia sind in München wegen ihrer Beteiligung an einem großangelegten Anlagebetrug verurteilt worden. Annis B. (47) und Zong C. (33) fungierten als Geldkuriere für eine internationale Bande und halfen dabei, 93.400 Euro von Opfern zu erbeuten. Das Duo wurde im August 2025 festgenommen, nachdem es seine Verstrickung in den Schwindel gestanden hatte.

Die Betrüger agierten über gefälschte Online-Handelsplattformen – eine Masche, die als "Cybertrading" bekannt ist. Mit "Love Scamming" bauten sie zunächst Vertrauen zu ihren Opfern auf, bevor sie diese dazu brachten, Geld auf betrügerische Investmentseiten zu überweisen. Beide Angeklagten räumten ihre Schuld ein, konzentrierten sich in ihren Aussagen jedoch eher auf das eigene Fehlverhalten als auf den angerichteten Schaden bei den Geschädigten.

Das Münchner Gericht verhängte unterschiedliche Strafen: Zong C. erhielt eine zweijährige Bewährungsstrafe, während Annis B. zu drei Jahren und acht Monaten Haft ohne Bewährung verurteilt wurde. Der Fall ist Teil einer bundesweiten Welle von Anlagebetrug, allein in München beliefen sich die Verluste im Jahr 2025 auf über 50 Millionen Euro.

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Deutsche Behörden haben zwischen 2023 und 2025 rund 1.200 ähnliche Cybertrading-Betrugsfälle landesweit dokumentiert. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und die Polizei registrierten über die "Zentrale Anlaufstelle Cybercrime" mehr als 800 Meldungen. Viele Opfer verlieren dabei häufig Hunderttausende Euro – mit kaum einer Aussicht, ihr Geld jemals zurückzuerhalten.

Die Verurteilungen unterstreichen die wachsende Bedrohung durch Cybertrading-Betrug in Deutschland. Die Täter nutzen weiterhin gefälschte Plattformen und emotionale Manipulation, um ihre Opfer zu prellen. Die meisten Geschädigten müssen mit dauerhaften finanziellen Verlusten leben, da eine Rückerstattung in den allermeisten Fällen ausbleibt.

Quelle