Großrazzia in Deggendorf: Behörden prüfen Nachtgastronomie auf Schwarzarbeit und Mindestlohnverstöße
Laura ThanelGroßrazzia in Deggendorf: Behörden prüfen Nachtgastronomie auf Schwarzarbeit und Mindestlohnverstöße
Großrazzia in Deggendorf: Behörden prüfen Verstöße in der Nachtgastronomie
Am vergangenen Wochenende fand in Deggendorf eine großangelegte Kontrollaktion statt, die sich gegen mögliche Unregelmäßigkeiten in der Nachtgastronomie richtete. Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) in Plattling leitete die Überprüfungen, an denen über 50 Beamte beteiligt waren. Die Behörden ermitteln nun wegen Verdachtsmomente, die während der Aktion aufgedeckt wurden.
Im Rahmen der großflächigen Operation überprüften die Kontrolleure die Einhaltung des Mindestlohngesetzes sowie die Meldepflichten von Arbeitgebern. Sie befragten 30 Beschäftigte und prüften, ob Arbeiter, die einer Genehmigung oder eines Visums bedürfen, über einen gültigen Aufenthaltstitel verfügen. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Durchsetzung der Ausweispflicht gemäß dem Gesetz zur Bekämpfung der Schwarzarbeit.
Die Kontrollen erstreckten sich zudem auf gastgewerbliche Vorschriften und den Jugendschutz. Die FKS arbeitete eng mit der Polizei Deggendorf, dem Landratsamt und der Stadtverwaltung zusammen, um die Maßnahme zu koordinieren. Die Aktion ist Teil laufender behördenübergreifender Maßnahmen gegen illegale Beschäftigung und Schwarzarbeit.
Unterdessen hat das Hauptzollamt Landshut drei Zoll-Berufsinformationstage für das Jahr 2026 angekündigt. Die Veranstaltungen finden am 25. April in Plattling, am 9. Mai in Passau und am 12. September in Altdorf statt.
Die Ergebnisse der Deggendorf-Razzien werden derzeit von der FKS ausgewertet. Bestätigte Verstöße könnten zu Sanktionen nach Arbeits- und Aufenthaltsrecht führen. Die Berufsinformationstage 2026 bieten zudem weitere Gelegenheiten, um mit Zoll- und Vollzugsbehörden in Kontakt zu treten.






