EU verschärft Klimavorgaben: 95 Prozent emissionsarme Firmenflotten bis 2035
Christina JunitzEU verschärft Klimavorgaben: 95 Prozent emissionsarme Firmenflotten bis 2035
Die EU drängt auf strengere Vorgaben für Fahrzeuge mit niedrigen Emissionen in Unternehmensflotten bis 2035. Nach dem Entwurf müsste Deutschland sicherstellen, dass bis 2030 bereits 83 Prozent dieser Fahrzeuge die Klimaziele erfüllen – fünf Jahre später wären es sogar 95 Prozent. Unternehmen warnen indes vor steigenden Kosten und praktischen Hindernissen.
Die geplante EU-Verordnung zielt auf einen deutlichen Anstieg von Fahrzeugen mit niedrigen oder gar keinen Emissionen in gewerblichen Flotten ab. Deutschlands Anteil soll bis 2030 auf 83 Prozent steigen und bis 2035 weiter auf 95 Prozent klettern. Seit der Vorstellung der Automobilpakete Ende 2025 hat die Bundesregierung ihre Haltung dazu nicht mehr aktualisiert.
Konstantin Sixt, Vorstandschef des Autovermieters Sixt, kritisiert den Plan als "Hintertür-Verbot für Verbrennungsmotoren". Er rechnet mit höheren Mietpreisen, da die Umstellung der Flotten die Unternehmen finanziell stark belaste. Zudem bereiten ihm die Umsetzungshürden Sorgen – etwa die Ladeinfrastruktur und die Verfügbarkeit passender Fahrzeuge.
Sixt wies auch auf Risiken bei der Batterieproduktion hin. Er warnte, dass die wachsende Abhängigkeit Europas von chinesischen Lieferanten neue Verwundbarkeiten für die Automobilbranche schaffen könnte.
Der EU-Vorstoß für saubere Flotten würde deutsche Unternehmen zu raschen Anpassungen zwingen. Autovermieter wie Sixt erwarten höhere Betriebskosten und logistische Herausforderungen. Da Berlin seine Position zuletzt nicht angepasst hat, müssen sich Firmen nun auf verschärfte Regeln innerhalb des Jahrzehnts einstellen.






