Zoll beschlagnahmt 17 Millionen Euro gefälschte Luxusware an österreichischer Grenze
Christina JunitzZoll beschlagnahmt 17 Millionen Euro gefälschte Luxusware an österreichischer Grenze
Zollbeamte am Grenzübergang Suben haben eine große Sendung gefälschter Waren im Wert von über 17 Millionen Euro beschlagnahmt. Die konfiszierte Ladung umfasste unter anderem gefälschte Kleidung, Körperpflegeprodukte und Lebensmittelzubereitungen sowie weitere illegale Waren. Viele der Artikel waren in Lkw-Ladungen versteckt, die in die Türkei unterwegs waren.
Bei der beschlagnahmten Fälscherware handelte es sich um Produkte von über 140 Luxusmarken. Darunter befanden sich Jacken, Pullover, T-Shirts, Jeans, Schals, Socken und Mützen. Zudem entdeckten die Beamten mehr als 9.000 gefälschte Verpackungen und Etiketten für Shisha-Tabak.
Astrid Früchtl, Leiterin des Zollamts Suben, wies auf die Gefahren gefälschter technischer Produkte hin, zu denen Autoteile, Maschinen und Werkzeuge zählen. Diese bergen erhebliche Sicherheitsrisiken. Darüber hinaus stoppten die Zollbehörden die Ausfuhr einer Laserschneidemaschine in den Iran, da sie als Dual-Use-Gut eingestuft wurde.
Auch eine Lkw-Ladung mit Kunststoffabfällen, die in die Türkei transportiert werden sollte, wurde gestoppt. Die Sendung verstieß gegen das Abfallverbringungsgesetz und wurde daher untersagt. Elvira Enders-Beetschen, Pressesprecherin des Hauptzollamts Landshut, betonte, dass viele Unternehmen mit gefälschten Versionen ihrer Produkte zu kämpfen hätten, die zu niedrigeren Preisen und minderer Qualität verkauft würden.
Das Zollamt Suben setzt weiterhin die Vorschriften für beschränkte oder verbotene Waren durch. Dazu gehören die Überwachung von Dual-Use-Gütern, Abfallexporten und Fälschungen. Die Beschlagnahmungen unterstreichen die anhaltenden Herausforderungen des illegalen Handels, der legitime Unternehmen beeinträchtigt.
