Wie eine junge Bäuerin Rinder selbst auf der Weide schlachtet – und damit Erfolg hat
Christoph Koch IIWie eine junge Bäuerin Rinder selbst auf der Weide schlachtet – und damit Erfolg hat
Mit nur 20 Jahren übernahm Sarah Baumgartner den elterlichen Hof in Blaibach in der Oberpfalz. Heute führt sie einen erfolgreichen Bio-Rinderbetrieb – und das neben ihrer Tätigkeit als Jägerin. Ihr Ansatz in der Landwirtschaft umfasst eine seltene Praxis: Sie schlachtet ihr Vieh selbst direkt auf der Weide.
Baumgartner züchtet Galloway-Rinder, eine robuste Rasse, die für ihr sanftes Wesen und ihre Fähigkeit bekannt ist, das ganze Jahr über im Freien zu leben. Die Tiere benötigen wenig Futter, was sie ideal für ihre biologischen Anbaumethoden macht. Nach einem Studium der Betriebswirtschaftslehre baute sie ein Direktvermarktungssystem für das Fleisch auf, das eine hohe Nachfrage nach ihren Produkten sichert.
Das Schlachten der Tiere übernimmt sie selbst – eine Aufgabe, die sie sowohl herausfordernd als auch emotional belastend empfindet. Mit ihrem jagdlichen Können erlegt sie jedes Tier mit einem einzigen Schuss auf der Weide. Trotz der Schwere dieser Verantwortung ist sie stolz auf die Qualität ihres Fleisches und den Erfolg ihres Betriebs.
Ihr Hof hat Aufmerksamkeit erregt, weil er ethische und transparente Standards setzt. Kunden schätzen die direkte Verbindung von Weide bis zum Teller, während Baumgartner sich weiterhin für hohe Maßstäbe in Zucht und Schlachtung einsetzt.
Baumgartners Betrieb hebt sich durch nachhaltige Praktiken und einen hands-on-Ansatz hervor. Die Nachfrage nach ihrem Weidefleisch spiegelt ein wachsendes Interesse an ethischer Landwirtschaft wider. Mit ihrem florierenden Unternehmen meistert sie weiterhin die Balance zwischen Rinderzüchterin, Jägerin und Unternehmerin.






