Wie das EEG Deutschlands Solarindustrie revolutionierte und Pioniere wie Gerhard Weiße prägte
Christina JunitzWie das EEG Deutschlands Solarindustrie revolutionierte und Pioniere wie Gerhard Weiße prägte
Deutschlands Solarindustrie verdankt einen Großteil ihres Wachstums dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Das Gesetz trat am 1. April 2000 in Kraft und veränderte die Energielandschaft des Landes grundlegend. Es prägte auch die Arbeit von Pionieren wie Gerhard Weiße, der zu diesem Zeitpunkt bereits seit über zwei Jahrzehnten Solaranlagen baute.
Gerhard Weiße begann 1979 mit der Installation von Solarsystemen über sein Unternehmen Solar-Partner Süd. Frühere Projekte, darunter sein erstes im Jahr 1996, umfassten noch kleine Anlagen. Damals errichtete er eine 1,1-Kilowatt-Anlage für 11.000 D-Mark – die bis heute funktioniert.
Sein Unternehmen setzte Module von Isofoton, Kyocera und Solarworld ein, kombiniert mit Wechselrichtern von SMA und Kaco. Typische frühe Installationen hatten eine Leistung von bis zu fünf Kilowatt. Die Einführung des EEG im Jahr 2000 gab seinem Geschäft einen entscheidenden Schub.
Das Gesetz führte Einspeisevergütungen ein, die die breite Nutzung von Solarstrom förderten. Diese Vergütungen wurden vom Europäischen Gerichtshof erst 2021 nicht als staatliche Beihilfen oder Subventionen eingestuft. Trotz Kontroversen und häufiger Novellierungen trieb das EEG den Photovoltaik-Boom in Deutschland voran und prägte den globalen Solarmarkt.
Das EEG ebnete den Weg für Deutschlands Aufstieg zur führenden Solarnation. Gerhard Weißes langjährige Arbeit und die Langlebigkeit seiner frühen Anlagen zeigen die nachhaltige Wirkung dieser Politik. Der vom Gesetz geschaffene Rahmen beeinflusst bis heute die Entwicklung erneuerbarer Energien weltweit.






