Webasto überlebt mit Milliarden-Rettungspaket und radikaler Umstrukturierung
Christina JunitzRettungsplan für Webasto besiegelt - Webasto überlebt mit Milliarden-Rettungspaket und radikaler Umstrukturierung
Webasto sichert Zukunft mit Rettungspaket nach monatelangen Finanzkrisen
Nach monatelangen finanziellen Schwierigkeiten hat Webasto ein Rettungspaket geschnürt, das die Zukunft des Unternehmens sichern soll. Die Vereinbarung umfasst erweiterte Kredite in Höhe von 1,2 Milliarden Euro sowie neue Kreditlinien über 200 Millionen Euro, die die Finanzierung bis 2028 garantieren. Zudem unterstützen große Automobilhersteller den Plan und signalisieren ihre Bereitschaft, das Unternehmen bei der Erholung zu begleiten.
Im Rahmen der Umstrukturierung werden die Eigentümerfamilien den Großteil ihrer Anteile an einen Treuhänder übertragen. Dieser Schritt soll das Unternehmen stabilisieren und den Weg für eine nachhaltige Wende ebnen. Durch den Abbau von 1.000 Arbeitsplätzen in Deutschland und weitere Kürzungen im Ausland sollen jährlich 150 Millionen Euro eingespart werden.
Webasto rechnet im laufenden Geschäftsjahr noch mit Verlusten, strebt jedoch bis 2026 die Gewinnschwelle an. Ab 2027 soll das Unternehmen wieder profitabel wirtschaften, während die vollständige Restrukturierung bis 2028 abgeschlossen sein wird. Den Großteil der Investitionen wird die Dachsysteme-Sparte erhalten, die als Kerngeschäft gilt.
Auch die Kunden werden eine zentrale Rolle spielen: Bis 2028 sollen sie höhere Preise für Webasto-Produkte zahlen und so hunderte Millionen Euro an Zusatzerlösen beisteuern. 2024 beschäftigte das Unternehmen weltweit 15.300 Mitarbeiter, davon 3.700 in Deutschland. Weitere Stellenstreichungen in Deutschland sind derzeit nicht geplant.
Das Rettungspaket gibt Webasto bis 2028 finanzielle Planungssicherheit. Durch Arbeitsplatzabbau und höhere Produktpreise soll die Erholung des Unternehmens vorangetrieben werden. Gelingt der Plan, könnte das Unternehmen bereits in drei Jahren wieder schwarze Zahlen schreiben.






