Wahlmanipulation in Düdingen: Ermittlungen wegen verdächtiger Stimmzettel eingeleitet
Maren WeihmannWahlmanipulation in Düdingen: Ermittlungen wegen verdächtiger Stimmzettel eingeleitet
In der Schweizer Gemeinde Düdingen ermitteln die Behörden wegen des Verdachts auf unzulässige Stimmensammlung, nachdem bei den jüngsten Parlamentswahlen Unregelmäßigkeiten festgestellt wurden. Das Wahlbüro wurde vergangenen Sonntag auf das Problem aufmerksam, als bei mehreren Dutzend Stimmzetteln auffällig ähnliche Handschriften auffielen.
Der Fall wurde von der Bezirksverwaltung der Region Sense an die Staatsanwaltschaft Freiburg weitergeleitet. Nun prüfen die Ermittler, ob die mutmaßlichen Manipulationen Einfluss auf das Wahlergebnis für den Generalrat von Düdingen hatten, der über 50 Sitze verfügt.
Die Stimmensammlung durch Dritte ist in der Schweiz gemäß Artikel 282bis des Strafgesetzbuchs verboten. Bei einer Verurteilung drohen Geldstrafen. Die Staatsanwaltschaft hat bisher weder bestätigt, wie viele Stimmen betroffen sein könnten, noch ob Anklage erhoben wird.
Die Untersuchungen dauern an, während die Behörden das Ausmaß der Unregelmäßigkeiten klären. Sollte sich der Verdacht bestätigen, könnte der Fall zu Sanktionen nach Schweizer Wahlrecht führen. Zudem könnte das Ergebnis der Generalratswahl infrage gestellt werden.






