USA ziehen 5.000 Soldaten aus Deutschland ab – Kritik an Trumps unberechenbarer Entscheidung wächst
Christoph Koch IIUSA ziehen 5.000 Soldaten aus Deutschland ab – Kritik an Trumps unberechenbarer Entscheidung wächst
Die USA haben Pläne bekannt gegeben, 5.000 Soldaten aus Deutschland abziehen zu wollen. Der Schritt stößt bei deutschen Politikern auf scharfe Kritik, die argumentieren, dies schwäche die gemeinsamen Sicherheitsbemühungen. Zudem wachsen die Bedenken angesichts der Kündigung eines wichtigen Rüstungsabkommens.
Die Entscheidung zum Truppenabzug trifft in der deutschen Politik auf breite Ablehnung. Die verteidigungspolitische Sprecherin der SPD, Siemtje Möller, bezeichnete die Drohungen von Präsident Trump als unberechenbar und den teilweisen Abzug als strategisch unbegründet. Die Sozialdemokraten betonten, dass US-Streitkräfte eine zentrale Rolle in der kollektiven Verteidigung spielten.
Der außenpolitische Experte der CDU, Jürgen Hardt, warnte, die Verringerung untergrabe jahrzehntelange konventionelle Abschreckung. Er verwies auf die Bedeutung von US-Stützpunkten wie dem EUCOM in Stuttgart und der Ramstein Air Base in Rheinland-Pfalz. Allein in dieser Region arbeiten etwa 6.500 Deutsche für die US-Streitkräfte, bundesweit sind es rund 12.000 Beschäftigte.
Dennoch spielten einige den Abzug herunter. Die Linke, die sich seit Langem für die Schließung von US-Stützpunkten einsetzt, bezeichnete den Schritt als viel Lärm um nichts. Gleichzeitig wies der Militär-experte Carlo Masala auf ein größeres Problem hin: die Absage eines für 2024 geplanten Abkommens zur Stationierung von Marschflugkörpern vom Typ Tomahawk und Hyperschallwaffen des Typs Dark Eagle in Mainz-Kastel. Diese Streichung, so seine Argumentation, hinterlasse eine kritische Lücke in der Abschreckung gegenüber Russland – eine Lücke, die europäische Systeme nicht kurzfristig schließen könnten.
Der Truppenabzug und das gescheiterte Rüstungsgeschäft werfen Fragen zur transatlantischen Sicherheitszusammenarbeit auf. Deutsche Verantwortliche stehen nun vor der Herausforderung, Fähigkeitsdefizite zu beheben und gleichzeitig die wirtschaftlichen Folgen für die lokalen Arbeitskräfte abzufedern. Die Debatte über die US-Militärpräsenz in Deutschland wird voraussichtlich anhalten.






