Thüga AG drängt mit Gutachten auf rasche Wasserstoffnetz-Umstellung in Deutschland
Christina JunitzThüga AG drängt mit Gutachten auf rasche Wasserstoffnetz-Umstellung in Deutschland
Thüga AG lässt Rechtsgutachten zur Umstellung der Gasnetze auf Wasserstoff erstellen
Die Thüga AG, zentraler Akteur im größten kommunalen Netzwerk für Energie- und Wasserversorger in Deutschland, hat ein Rechtsgutachten in Auftrag gegeben, das Wege zur beschleunigten Umsetzung der EU-Vorgaben für Wasserstoffnetze in deutsches Recht aufzeigt. Die Studie beleuchtet Möglichkeiten, wie die Übernahme der europäischen Regularien für die Wasserstoffverteilung in die nationale Gesetzgebung vorangetrieben werden kann.
Deutschland hinkt bei der Umsetzung der EU-Richtlinien für Wasserstoffnetze hinterher. Diese Verzögerung bremst sowohl die Umrüstung der Gasnetze als auch den Ausbau der Wasserstoffinfrastruktur.
Das Gutachten skizziert konkrete Schritte, um die EU-Anforderungen zügig in nationales Recht zu überführen. Zudem schlägt es gezielte Anpassungen des bestehenden Rechtsrahmens vor, um den Übergang zu Wasserstoff zu erleichtern. Darüber hinaus enthält der Bericht einen Vorschlag, wie H₂-taugliche Investitionskosten innerhalb der geltenden Regulierungssysteme berücksichtigt werden können.
Thüga AG stellte die Ergebnisse Vertretern von CDU, SPD, FDP sowie dem Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz vor. Das Unternehmen fordert die künftige Bundesregierung nun auf, klare Investitions- und Finanzierungsbedingungen für Wasserstoffnetze zu schaffen.
Das vollständige Rechtsgutachten erscheint in der Fachzeitschrift Netzwirtschaften & Recht (N&R) und ist bereits online abrufbar.
Das Gutachten liefert eine Roadmap für die Angleichung des deutschen Rechts an die EU-Wasserstoffvorgaben. Es bietet praktische Lösungen, um die stockende Transformation der Gasnetze voranzubringen. Die Empfehlungen der Thüga AG zielen darauf ab, den Übergang zu einer Wasserstoffinfrastruktur reibungsloser und schneller zu gestalten.
