21 March 2026, 18:26

Streit um 40-Meter-Mobilfunkmast in Hechendorf endet mit überraschender Kehrtwende

Baustelle mit einem zentralen Turm, umgeben von Gebäuden, Straßeninfrastruktur, Fahrzeugen und bewölktem Himmel.

Streit um 40-Meter-Mobilfunkmast in Hechendorf endet mit überraschender Kehrtwende

Pläne für einen 40 Meter hohen Mobilfunkmast in Hechendorf bei Murnau sind nach monatelangen Kontroversen fallen gelassen worden. Das von Vantage Towers 2023 vorgestellte Projekt stieß auf massiven Widerstand bei Anwohnern und lokalen Behörden. Vodafone hat nun die Absage bestätigt und als Begründung Fortschritte in der Antennentechnik genannt.

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Ursprünglich sollte am Wascherfeld ein hoher Mast errichtet werden, um die Mobilfunkabdeckung entlang der Bahnstrecke zu verbessern. Doch sowohl der Marktgemeinderat als auch das Landratsamt lehnten den Antrag ab. Die lokale Opposition wuchs, da viele Anwohner die optische Beeinträchtigung durch den Mast sowie mögliche gesundheitliche Auswirkungen befürchteten.

Bürgermeister Rolf Beuting kritisierte Vantage Towers scharf für das Vorgehen in dieser Angelegenheit. Er war nicht der Einzige – auch Klaus Tworek, der Leiter des Bauamts in Murnau, warf dem Unternehmen vor, die Gemeinde nicht über die Planänderungen informiert zu haben. Die Verärgerung verstärkte sich, als klar wurde, dass der formelle Rückzug des Antrags noch ausstand.

Statt des Masts in Hechendorf wird Vodafone nun einen kleineren Sendemast in der Nähe von Weichs nutzen, der auf Ohlstädter Gemarkung knapp außerhalb der Murnauer Grenzen steht. Das Unternehmen begründete dies mit modernster 5G-Technologie, darunter Small Cells und Beamforming, die den ursprünglichen Mast überflüssig machten. Durch diese Aufrüstung konnte Vodafone die Sendereichweite um 40 Prozent reduzieren, ohne die Netzwerkkapazität zu beeinträchtigen.

Unterdessen schreitet ein weiteres Mobilfunkinfrastrukturprojekt voran: Die Vorbereitungsarbeiten für einen Mobilfunkmast von Deutsche Telekom in Westried sind abgeschlossen. Die Fläche soll Ende Juli 2026 an die Telekom übergeben werden, der neue Mast soll noch im selben Jahr in Betrieb gehen.

Mit der Absage des Hechendorfer Masts endet ein langer Streit zwischen dem Unternehmen und den lokalen Verantwortlichen. Vodafones neuer Ansatz verzichtet auf große Bauwerke und setzt stattdessen auf optimierte Netzplanung. Da auch das Telekom-Projekt in Westried wie geplant verläuft, wird die Mobilfunkabdeckung in der Region weiter ausgebaut – allerdings ohne den umstrittenen 40-Meter-Mast, der ursprünglich vorgesehen war.

Quelle