Stichwahl in Geretsried: Müller vs. Kohlert – wer wird neuer Bürgermeister?
Maren WeihmannStichwahl in Geretsried: Müller vs. Kohlert – wer wird neuer Bürgermeister?
Geretsrieds Bürgermeisterwahl geht in die Stichwahl
Nach der ersten Runde der Bürgermeisterwahl in Geretsried führt Michael Müller (CSU) mit 43,1 Prozent der Stimmen. Sein Herausforderer, Patrik Kohlert von der Geretsrieder Liste, erreichte 24,6 Prozent. Die Entscheidung, wer künftig das Rathaus leiten wird, fällt nun in der anstehenden Stichwahl am 22. März.
Überraschend unterstützten die Grünen, die in der Vergangenheit mit Kohlert zusammengearbeitet hatten, diesmal Müller. Ihre Begründung: gemeinsame Prioritäten in den Bereichen Mobilität und Energiepolitik. Kohlert zeigte sich "verwirrt" und stellte Müllers Umweltbilanz infrage.
Die erste Wahlrunde fand vor dem Hintergrund verschobener Wählertrends im benachbarten Iffeldorf statt. Während CSU (2026: +1,0 auf 27,9 Prozent) und SPD (+2,5 auf 36,8 Prozent) leichte Zugewinne verzeichneten, erlebten kleinere Parteien ein gemischtes Bild: Die PWG verlor 5,5 Punkte und kam auf 17,8 Prozent, die UWÖ legte 1,9 Punkte zu und erreichte 17,4 Prozent. Trotz dieser Verschiebungen blieb die Sitzverteilung unverändert – CSU 4, SPD 5, PWG 3, UWÖ 2. Die Wahlbeteiligung stieg auf 77,2 Prozent. Dies deutet auf eine stabile lokale Politiklandschaft hin, in der die SPD ihre Führungsrolle behält.
In Geretsried reichte Müllers Vorsprung in der ersten Runde nicht für einen direkten Sieg, sodass die Wahl nun in die Stichwahl geht. Die unerwartete Unterstützung der Grünen für Müller, trotz ihrer früheren Zusammenarbeit mit Kohlert, hat die Spannung im Rennen erhöht. Kohlert kritisierte die Entscheidung und verwies auf Projekte unter Müllers Führung, die seiner Meinung nach im Widerspruch zu grünen Werten stehen. Sein eigener Wahlkampf konzentriert sich auf die Ausweitung klimawirksamer Grünflächen in der Stadt.
Kohlerts Frustration über die Unterstützung der Grünen unterstreicht die deutlichen Unterschiede in den Prioritäten. Während Müller von der Rückendeckung der Grünen profitiert, betont Kohlert, dass seine Bilanz besser zu ökologischen Zielen passe. Die Stichwahl wird nun zeigen, ob die Wähler Müllers breiter angelegte Politik oder Kohlerts spezifische grüne Agenda bevorzugen.
Am 22. März fällt die Entscheidung, wer Geretsrieds nächster Bürgermeister wird. Die Wähler müssen sich zwischen Müller, der mit einem Vorsprung aus der ersten Runde und der Unterstützung der Grünen geht, und Kohlert entscheiden, der mit seinem klimafokussierten Programm für die Bedürfnisse der Stadt wirbt. Das Ergebnis wird die lokale Politik in den Bereichen Mobilität, Energie und Grünflächen in den kommenden Jahren prägen.






