Söder steht hinter Merz – doch die CDU bleibt in der Umfragekrise
Christina JunitzSöder steht hinter Merz – doch die CDU bleibt in der Umfragekrise
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat seine Unterstützung für Friedrich Merz erneuert und betont, er vertraue darauf, dass der CDU-Vorsitzende wichtige Reformen vorantreiben werde. Der CSU-Chef mahnte zugleich, die Union dürfe nicht den Eindruck erwecken, sie stehe im Abseits der Sorgen normaler Wähler.
Söder, der die CSU führt, bezeichnete das Arbeitsverhältnis zu Merz als "sehr gut". Er lobte die Zusammenarbeit zwischen CDU, CSU und SPD als effektiv. Trotz Merz' 70 Jahren geht Söder davon aus, dass der CDU-Chef der Politik noch lange erhalten bleibe.
Gleichzeitig warnte Söder davor, dass die Union als Partei der Eliten wahrgenommen werde. Er unterstrich die Verantwortung, sowohl wirtschaftliche als auch soziale Themen anzugehen. Seine Äußerungen fallen in eine Phase, in der Merz selbst eine mögliche Wiederwahl andeutete und erklärte, er habe nicht vor, sich bald aus der Politik zurückzuziehen.
CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann pflichtete dieser Einschätzung bei und führte Merz' politische Ausdauer auf dessen gute Gesundheit zurück. Aktuelle Umfragen zeigen die Union jedoch hinter der AfD liegend, ohne dass bisher ein klares Reformprogramm vorliegt. Themen wie die Mietreform bleiben umstritten – etwa lehnt die Junge Union geplante Vorhaben wegen der Kosten ab.
Söders Rückendeckung für Merz kommt zu einer Zeit, in der die CDU mit stagnierenden Umfragewerten kämpft. Die künftige Ausrichtung der Union wird davon abhängen, ob es gelingt, Reformpläne mit breiter gesellschaftlicher Ansprache zu verbinden. Trotz der Unterstützung wichtiger Verbündeter bleibt Merz' politische Zukunft vorerst ungewiss.






