Simon Ammanns Zukunft im Schweizer Skisprung-Team hängt am seidenen Faden
Christoph Koch IISimon Ammanns Zukunft im Schweizer Skisprung-Team hängt am seidenen Faden
Vierfacher Olympiasieger im Skispringen Simon Ammann steht vor ungewisser Zukunft im Schweizer Weltcup-Team. Jüngere Talente drängen zunehmend auf seinen Platz, während die endgültige Kaderentscheidung bis Ende der Woche fallen soll. Der Konkurrenzkampf hat sich nach einem Trainingslager in Oberstdorf weiter verschärft – die Trainer stehen vor schwierigen Entscheidungen.
Ammann, ein erfahrener Routinier, zeigte in diesem Sommer solide Leistungen mit drei Top-15-Platzierungen. Doch aufstrebende Stars wie Juri Kesseli und Sandro Hauswirth setzen ihn unter Druck. Kesseli überflügelte Ammann in Hinzenbach, während Hauswirth in Klingenthal den Sieg einfuhr.
Der Kampf um die letzten Plätze ist erbittert: Sieben Athleten konkurrieren um nur noch vier freie Startplätze. Gregor Deschwanden ist als einziger Springer bereits gesetzt. Nationaltrainer Martin Künzle bezeichnete den Auswahlprozess als "brutal eng", angesichts des hohen Leistungsniveaus im Team.
Zusätzlichen Druck übt die Tatsache aus, dass die Schweiz in diesem Jahr voraussichtlich nur drei Olympische Quotenplätze erhalten wird. Um sich zu qualifizieren, müssen die Sportler entweder in die Weltcup-Top 15 kommen oder zweimal unter die besten 25 springen. Die finale Entscheidung fällt nach einer Woche intensiver Bewertung.
Die Teamaufstellung wird in Kürze bekannt gegeben – dabei wird Ammanns Erfahrung gegen die Leistungen der jüngeren Konkurrenten abgewogen. Das Ergebnis wird auch die Olympischen Hoffnungen der Schweiz prägen, denn nur die Besten sichern sich das Ticket für die Spiele. Die kommenden Tage werden zeigen, wer sich durchsetzt.






