15 March 2026, 06:27

Siemens verzeichnet Rekordgewinn von 10,4 Mrd. Euro dank KI-Strategie und Verkaufserlösen

Eine Liniengrafik, die die Trends der Venture-Capital-Investments in Austin, Texas zeigt, mit begleitendem Text.

Dritter Rekordgewinn in Folge bei Siemens - Siemens verzeichnet Rekordgewinn von 10,4 Mrd. Euro dank KI-Strategie und Verkaufserlösen

Siemens hat für das letzte Geschäftsjahr einen Anstieg des Nettogewinns um 16 Prozent auf 10,4 Milliarden Euro gemeldet. Das starke Ergebnis wurde durch einen Milliardenertrag aus dem Verkauf von Innomotics sowie durch das Wachstum im Bereich Smart Infrastructure vorangetrieben.

Konzerchef Roland Busch bezeichnete die Zahlen als Meilenstein und hob das mittlere einstellige Wachstum bei Auftragseingang und Umsatz hervor.

Auch die Erholung der Sparte Digital Industries trug zu den Gewinnen bei – hier gab es im vierten Quartal ein leichtes Plus. Siemens Healthineers leistete einen erheblichen Beitrag zum Gesamtergebnis, obwohl das Unternehmen plant, seinen Anteil an der Einheit zu verringern. Aktionäre erhalten im Rahmen der Transaktion Aktien im Wert von rund 15 Milliarden Euro, wodurch sich der Siemens-Anteil von 67 auf 37 Prozent reduziert.

Im Rahmen der neuen Strategie "One Tech Company" strebt Siemens an, die Umsätze im Digitalgeschäft bis 2030 zu verdoppeln. Dazu gehört eine Investition von einer Milliarde Euro in KI über die nächsten drei Jahre. Zu den jüngsten Schritten zählen eine 200-Millionen-Euro-KI-Fabrik in Amberg bis 2030 sowie Partnerschaften mit NVIDIA für vollständig KI-gesteuerte Werke in Erlangen und Amberg.

Erste Erfolge sind bereits sichtbar: Im ersten Quartal 2026 stieg der Umsatz mit Rechenzentren um 35 Prozent, der Auftragseingang legte um 10 Prozent auf 21,4 Milliarden Euro zu, und der Umsatz kletterte um 8 Prozent auf 19,1 Milliarden Euro. Die Strategie zielt zudem auf eine Expansion in Wachstumsregionen ab, wobei die Investitionen in den USA, China und Indien ausgeweitet werden sollen.

Siemens hat zudem über die US-Initiative "Genesis Mission" KI-Aufträge an Land gezogen, bei der das Unternehmen mit Microsoft und Google zusammenarbeitet. Dennoch bleibt der Aktienkurs unter Druck, nicht zuletzt wegen der Abspaltung von Healthineers – direkte Vergleiche mit Wettbewerbern wie SAP, IBM oder Microsoft sind jedoch schwierig.

Der Fokus auf KI und digitales Wachstum wird weiter vorangetrieben, wobei bereits umfangreiche Investitionen laufen. Durch die Reduzierung des Healthineers-Anteils will Siemens seine Ausrichtung auf schnell wachsende Märkte schärfen. Ob die Maßnahmen im Rahmen der "One Tech Company"-Strategie zu einem nachhaltigen Langzeitwachstum führen, wird sich in der nächsten Phase zeigen.

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