Selina Grotians bitteres Olympia-Debüt: Warum die junge Biathletin jetzt neu starten will
Christoph Koch IISelina Grotians bitteres Olympia-Debüt: Warum die junge Biathletin jetzt neu starten will
Mit nur 21 Jahren hat Selina Grotian sich ihren Platz bei den Olympischen Spielen erkämpft – doch der Weg dorthin war alles andere als einfach. Trotz Krankheit und Selbstzweifeln erfüllte sie die Qualifikationsnorm erst im letzten Moment. Doch ihre olympischen Wettkämpfe hinterließen sie frustriert und mit Fragen zu ihrer aktuellen Form.
Grotians Saison hatte mit großen Hoffnungen begonnen, doch eine COVID-19-Infektion im Sommer 2025 warf sie aus der Bahn. Der Rückschlag beeinträchtigte ihr Training, sodass ihr die explosive Kraft auf der Strecke fehlte. Dennoch kämpfte sie sich durch und erreichte die Olympische Qualifikationsmarke gerade noch rechtzeitig.
Die Weltcup-Saison gestaltete sich schwierig: Grotian belegte am Ende nur Platz 35 in der Gesamtwertung. Später gab sie zu, dass die Stimmung in Norditalien unbeständig gewesen sei, was ihre Herausforderungen noch vergrößerte. Zwar war ihr Schießen im Training stark, doch unter Wettkampfdruck gelang es ihr nicht, diese Leistung abzurufen.
Bei den Olympischen Spielen blieb sie hinter ihren eigenen Erwartungen zurück. Die Enttäuschung lastete schwer auf ihr, und sie kritisierte offen ihr mangelndes Selbstvertrauen in den entscheidenden Momenten. Ihr Schießtrainer Peter Sendel führte dies später auf zu wenig wettkampfnahes Training zurück.
Nun gönnt sich Grotian eine Pause, um neue Kraft zu schöpfen. Ihr Ziel ist klar: Sie will stärker zurückkehren – und jedes Training so angehen, als wäre es ein echter Wettbewerb.
Ihr Olympia-Debüt verlief nicht wie erhofft, doch sie hat bereits Schwachstellen erkannt. Nach einer Saison, die von Krankheit und Unbeständigkeit geprägt war, will sie ihr Selbstvertrauen zurückgewinnen. Die kommende Auszeit wird entscheidend sein, bevor sie im nächsten Jahr ein Comeback mit mehr Biss plant.






