15 March 2026, 20:35

Schierlings Notunterkunft schließt nach drei Jahren – was nun mit den Geflüchteten passiert

Ein Plakat mit blauem Hintergrund und weißer Schrift stellt das American Rescue Plan dar, mit einer Grafik eines Hauses mit einem roten Herzen und einer Person mit ausgestreckten Armen, sowie der Text "American Rescue Plan" und "Hilfe ist da" in Fettschrift.

Schierlings Notunterkunft schließt nach drei Jahren – was nun mit den Geflüchteten passiert

Notunterkunft in Schierling schließt im Frühjahr nach drei Jahren Betrieb

Die Notunterkunft in Schierling wird in diesem Frühjahr nach drei Jahren Betrieb ihre Türen schließen. Die Einrichtung, die einst bis zu 100 Geflüchtete beherbergte, wird nun in einen Bereitschaftsmodus überführt, während der Landkreis auf dezentrale Unterbringungslösungen umstellt. Die derzeit 51 Bewohnerinnen und Bewohner werden in den kommenden Wochen umgesiedelt.

Seit ihrer Eröffnung diente die Schierlinger Unterkunft als wichtige erste Anlaufstelle für Asylsuchende während der Hauptankunftsphasen. Dort fanden vorübergehend Familien mit Kindern aus Syrien, dem Iran und der Ukraine sowie alleinstehende Erwachsene aus der Türkei und Tunesien Schutz. Viele von ihnen haben inzwischen Arbeit gefunden, besuchen Schulen oder nehmen an Integrationskursen teil.

Das zuständige Team des Landkreises wird die Umzüge sorgfältig koordinieren, um mögliche Unterbrechungen von Arbeitsverhältnissen, Schulbesuchen oder Integrationsmaßnahmen zu vermeiden. Anders als in anderen Regionen mussten in Schierling keine Schulturnhallen als Notunterkünfte umfunktioniert werden – Vereine und Kinder konnten ihre Aktivitäten daher ohne Einschränkungen fortsetzen.

Landrätin Tanja Schweiger zeigte sich zufrieden mit dem Betrieb der Einrichtung. Die Unterkunft werde künftig als Reserve dienen und das dezentrale Wohnkonzept des Landkreises bei weiteren Integrationsbemühungen unterstützen.

Mit der Schließung vollzieht der Landkreis den Übergang zu einer stärker verteilten Unterbringungsstrategie. Alle verbleibenden Bewohnerinnen und Bewohner ziehen in neue Wohnungen im gesamten Landkreis um. Die Einrichtung bleibt jedoch für mögliche künftige Bedarfe in Bereitschaft.

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