Regensburg enthüllt Gedenkstein für deportierte Russlanddeutsche nach 80 Jahren
Christoph Koch IIRegensburg enthüllt Gedenkstein für deportierte Russlanddeutsche nach 80 Jahren
In Regensburg ist ein Gedenkstein für Russlanddeutsche enthüllt worden, die Vertreibung und Deportation erleben mussten. Die feierliche Einweihung fand am 18. September 2021 statt – genau 80 Jahre nach dem Beschluss des Sowjetischen Präsidiums, der Massendeportationen nach Sibirien und Kasachstan auslöste.
Eröffnet wurde die Veranstaltung mit einer Rede von Valentina Wudtke, der Vorsitzenden des örtlichen Landesverbandes der Deutschen aus Russland. Sie zitierte den Buchtitel „Wo unsere Toten liegen, da liegt unsere Heimat“, um der Opfer von Verfolgung und Zwangsarbeit im 20. Jahrhundert zu gedenken.
Anschließend gestalteten Pfarrerin Dr. Bärbel Mayer-Schärtel und Pfarrer Michael Fuchs einen gemeinsamen ökumenischen Gottesdienst. Sie segneten den Gedenkstein, der vom Regensburger Steinmetzmeister Wilhelm Justus gefertigt worden war.
In ihren Ansprachen erinnerten die Redner an das Leid, das der Beschluss von 1941 ausgelöst hatte. Der Glaube wurde als wichtige Stütze für viele Russlanddeutsche hervorgehoben – selbst im Exil. Die Initiative für das Denkmal ging vom Regensburger Landesverband der Deutschen aus Russland aus und wurde von der Stadt, dem Freistaat Bayern sowie Landsleuten unterstützt.
Der Gedenkstein soll künftig als dauerhafte Ehrung der Opfer dienen. Jedes Jahr im August werden an diesem Ort ein ökumenischer Gottesdienst, eine Totenandacht und eine Kranzniederlegung stattfinden, um der Vertriebenen und Verfolgten zu gedenken.






