26 April 2026, 20:25

Rechtsextreme greifen Journalisten in Schnellroda an – Polizei ermittelt wegen Körperverletzung

Schwarze und weiße Titelseite einer deutschen Zeitung vom 13. November 1939, betitelt "Weitpreubliche Zeitung", mit einer Gruppe von Menschen in traditioneller deutscher Kleidung in einer feierlichen Umgebung.

Rechtsextreme greifen Journalisten in Schnellroda an – Polizei ermittelt wegen Körperverletzung

In Schnellroda in Ostdeutschland ist es Ende Januar bei einem Treffen von Rechtsextremisten zu Auseinandersetzungen mit Journalisten gekommen. Zwei Führungskräfte der Schweizer Gruppe Junge Tat werden beschuldigt, Reporter angegriffen zu haben, woraufhin die Polizei Ermittlungen zu dem Vorfall eingeleitet hat.

Rund 30 rechtsextreme Aktivisten, einige mit Masken, nahmen an der Veranstaltung in Schnellroda teil. Darunter befanden sich Mitglieder der Jungen Tat, der Jugendorganisation der deutschen AfD, sowie der österreichische Rechtsextremist Martin Sellner. Die Lage eskalierte, als Journalisten und Fotografen des Recherchekollektivs Recherche-Nord belästigt und eingeschüchtert wurden.

Manuel Corchia, ein führendes Mitglied der Jungen Tat, soll demnach die Kamera eines Journalisten beschädigt haben. Ein weiterer Funktionär, Tobias Lingg, bespritzte Fotografen mit Wasser. Verletzte gab es zwar nicht, doch die Polizei ermittelt mittlerweile wegen Körperverletzung, Beleidigung und Diebstahls.

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Der Vorfall erhöht den Druck auf Corchia und Lingg, die in der Schweiz bereits in wenigen Monaten wegen anderer Straftaten vor Gericht stehen. Ihre Beteiligung an der deutschen Konfrontation könnte das Interesse der Schweizer Staatsanwaltschaft weiter verstärken.

Die Auseinandersetzung hat zu einem offiziellen Polizeiverfahren geführt. Die Ermittler werden das Verhalten von Corchia, Lingg und weiteren Beteiligten bei der Belästigung der Journalisten prüfen. Das Ergebnis könnte Auswirkungen auf ihren anstehenden Prozess in der Schweiz haben, wo sie bereits wegen früherer Vergehen mit rechtlichen Konsequenzen rechnen müssen.

Quelle