Rainer fordert Lockerung des Artenschutzes für Biber, Otter und Kormorane
Laura ThanelRainer fordert Lockerung des Artenschutzes für Biber, Otter und Kormorane
Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer stellt Schutzstatus mehrerer einst bedrohten Arten infrage
Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer fordert eine Überprüfung des besonderen Schutzstatus mehrerer Tierarten, deren Bestände sich nach früheren Rückgängen deutlich erholt haben. Er argumentiert, die aktuellen Regelungen spiegelten die gestiegenen Populationen nicht mehr wider. Sein Vorstoß kommt, nachdem Landwirte und Fischer über wachsende wirtschaftliche Verluste durch diese Tiere klagen.
Rainer setzt sich für eine Neubewertung der EU-Schutzmaßnahmen für Biber, Saatkrähen, Otter und Kormorane ein. Die Bestände dieser Arten hätten sich seiner Ansicht nach so weit erholt, dass strenge Schutzvorschriften nicht mehr gerechtfertigt seien. Als Präzedenzfall verweist der Minister auf die jüngste Herabstufung des Schutzstatus für Wölfe, die eine ähnliche Debatte ausgelöst habe.
Die bisherigen Regelungen bezeichnete Rainer als überholt. Er betont, die Politik müsse einen Ausgleich zwischen Artenschutz und den Interessen von Landwirtschaft und Fischerei finden. Ohne Anpassungen drohten den Branchen weiterhin steigende wirtschaftliche Schäden.
Der Minister drängt die EU, eine Diskussion über das Thema zu führen. Sein Ziel ist ein fairer Kompromiss, der sowohl den Tierschutz als auch die Existenzgrundlagen der Betroffenen berücksichtigt.
Sein Vorschlag würde eine formelle Überprüfung des Schutzstatus der betroffenen Arten erfordern. Bei Erfolg könnten die Artenschutzmaßnahmen in der gesamten EU angepasst werden. Landwirte und Fischer könnten so geringere Verluste verzeichnen, während die Wildtiermanagement-Politik besser an die aktuellen Bestandszahlen angepasst wäre.






