Medientage München zeigen: Verlage und Marken kämpfen um digitale Zukunft
Christina JunitzMedientage München zeigen: Verlage und Marken kämpfen um digitale Zukunft
Medientage München: Zukunft des Verlagswesens, digitale Werbung und technologische Innovation im Fokus
Diese Woche brachten die Medientage München zentrale Debatten über die Zukunft des Verlagswesens, der digitalen Werbung und technologischer Innovationen. Branchenführer diskutierten, wie die Vorherrschaft der Big-Tech-Konzerne infrage gestellt, digitale Steuern umgesetzt und faire Vereinbarungen zwischen Verlagen und KI-Unternehmen ausgehandelt werden können. Im Mittelpunkt standen zudem Strategien, um jüngere Zielgruppen zu erreichen, sowie der wachsende Einfluss von Connected TV auf das Mediennutzungsverhalten.
Gleichzeitig präsentierten große Marken und Verlage neue Pläne, um sich an veränderte Märkte und Konsumgewohnheiten anzupassen.
Auf der Veranstaltung skizzierte Tanja zu Waldeck, COO der TX Group, die digitale Transformation ihres Unternehmens. Bis 2026 wird das beliebte Schweizer Nachrichtenportal 20 Minuten unter der Woche vollständig auf ein reines Digitalformat umstellen. Gemeinsam mit Paul Horlacher, Geschäftsführer von Mediapioneer, stellte sie weitere Strategien in Ausgabe 4 von X vor – nun als E-Paper oder zum Einzelartikelkauf erhältlich. Abonnenten haben Zugang zum vollständigen Inhalt, während Nicht-Abonnenten auf eine Bezahlschranke stoßen.
Auch Verlage erkunden neue Einnahmequellen: Die Pforzheimer Zeitung installierte eine 30 Quadratmeter große digitale Out-of-Home-Anzeige (DOOH) an ihrem Gebäude, um Reichweite und Monetarisierung auszubauen. Paul Horlacher erläuterte das werbefreie Modell von Mediapioneer und betonte alternative Geschäftsmodelle für Verlage.
Marken passen ihre Marketingstrategien an, um jüngere Konsumenten zu erreichen. KFC Deutschland plant, die Anzahl seiner Restaurants auf 500 nahezu zu verdoppeln und den Umsatz auf 1 Milliarde Euro zu steigern – mit starkem Fokus auf die Generation Z. Lidl startete seine erste globale Markenkampagne "Lidl lohnt sich" in 31 Ländern. Unterdessen erklärte Marko Jünemann, CMO von Wempe, seine Präferenz für Out-of-Home- und Kinowerbung statt TikTok und kündigte für nächstes Jahr eine Expansion in Print-Lifestyle-Magazine an.
Auch Trends in der digitalen Werbung standen im Mittelpunkt: Melanie Freigang von Samsung Ads hob die Startseite als wichtige Chance für Marken im Streaming-Zeitalter hervor. Philipp Schulte, Leiter Advertising Effectiveness bei RMS, untersuchte die Rolle von Audio beim Aufbau von Markenbekanntheit und mentaler Verfügbarkeit.
Auf dem Brand Festival in Düsseldorf sprach Dietmar Dahmen über den Einzug von KI in den Mainstream. Er betonte, wie wichtig es sei, die richtigen Rahmenbedingungen für ein verantwortungsvolles und effektives Wachstum zu schaffen.
Die Diskussionen auf den Medientagen München spiegeln eine Branche im Wandel wider: Verlage beschleunigen ihre digitale Transformation, Marken verfeinern ihr Marketing-Mix, und technologische Fortschritte prägen weiterhin die Mediennutzung. Mit neuen Kampagnen, Geschäftsmodellen und Zielgruppenstrategien positionieren sich Unternehmen für eine sich rasant verändernde Landschaft. Die vollständigen Erkenntnisse dieser Entwicklungen sind in Ausgabe 4 von X nachzulesen – jetzt für Abonnenten zugänglich und als Einzelkauf erhältlich.






