Quanteninspirierte KI: Wie ein deutsches Unternehmen die Zukunft der künstlichen Intelligenz revolutioniert
Laura ThanelQuanteninspirierte KI: Wie ein deutsches Unternehmen die Zukunft der künstlichen Intelligenz revolutioniert
Künstliche Intelligenz steht trotz ihrer breiten Nutzung vor wachsenden Herausforderungen. Weltweit setzt mittlerweile jeder Zehnte auf Tools wie ChatGPT – doch der hohe Energiebedarf von KI hat sogar zur Wiederinbetriebnahme stillgelegter Atomkraftwerke geführt. Nun erforscht ein deutsches Unternehmen quanteninspirierte Lösungen, um KI effizienter und nachhaltiger zu gestalten.
Das Quantentechnologie-Unternehmen Planqc arbeitet mit führenden Forschungseinrichtungen zusammen, um die drängendsten Probleme der KI zu lösen. Herkömmliche KI-Systeme sind fehleranfällig, intransparent und abhängig von riesigen Rechenzentren mit enormem Energieverbrauch. Quanteninspirierte Tensor-Netzwerke könnten eine intelligente Alternative bieten: Sie liefern ähnliche Genauigkeit wie Deep Learning, benötigen dafür aber deutlich weniger Rechenleistung und Strom.
Gemeinsam mit der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) und weiteren Partnern optimiert Planqc die Qualitätskontrolle in der Produktion der Ariane-6-Rakete. Durch den Einsatz quanteninspirierter Tensor-Netzwerke soll die KI-gestützte Prüfung effizienter werden – und das ohne den üblichen Energieaufwand.
Ein weiteres Projekt, geleitet mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), konzentriert sich auf Klimamodellierung. Hier wird Quantenmaschinelles Lernen (QML) erprobt, um klassische Methoden zu übertreffen und präzisere Vorhersagen zu ermöglichen. Marcus Hennig, bei Planqc verantwortlich für Geschäftsentwicklung und Projekte, ist überzeugt: Quantentechnologien könnten die aktuellen Grenzen der KI überwinden – etwa die Abhängigkeit von immer größeren Datensätzen und energieintensiver Infrastruktur.
Planqcs Ansätze deuten auf einen Wandel hin zu einer nachhaltigeren KI hin. Sollten die quanteninspirierten Methoden erfolgreich sein, ließe sich der Energieverbrauch bei gleichbleibender Genauigkeit deutlich reduzieren. Die Kooperationen mit ESA und DLR könnten Schulbeispiele für Branchen werden, die Leistung und Effizienz in Einklang bringen wollen.






