21 March 2026, 16:45

Petrit Halilaj gewinnt Nasher-Preis 2027 als jüngster Preisträger aller Zeiten

Großer Raum mit zahlreichen Gemälden an den Wänden, zwei Personen, eine Couch, ein Tisch mit Gegenständen und eine Tafel, die "Karel du Jardin Ausstellung in der Nationalgalerie der Kunst" anzeigt.

Petrit Halilaj gewinnt Nasher-Preis 2027 als jüngster Preisträger aller Zeiten

Der kosovarische Künstler Petrit Halilaj hat den Nasher-Preis 2027 gewonnen und ist mit nur 39 Jahren der jüngste Preisträger in der Geschichte der Auszeichnung. Seine Werke spiegeln eine von Krieg geprägte Kindheit wider und verbinden Themen wie Freiheit, Identität und den schroffen Kontrast zwischen Jugend und Konflikt. Der renommierte Preis würdigt seine kraftvolle künstlerische Vision, die tief in der bewegten Geschichte des Kosovos verwurzelt ist.

Halilaj wuchs während des ethnischen Konflikts der 1990er-Jahre zwischen Albanern und Serben im Kosovo auf. Mit 13 Jahren wurde das Haus seiner Familie von serbischen Truppen zerstört – ein Ereignis, das sein künstlerisches Schaffen nachhaltig prägte. Seine Arbeiten erkunden häufig die durch Krieg zerrissene Unschuld und verweben persönliche Erinnerungen mit größeren politischen Kämpfen.

Seine Skulpturen und Installationen schaffen immersive Welten, die sich mit Sehnsucht, Intimität und der Suche nach Zugehörigkeit befassen. Obwohl seine Werke zur Sammlung des Metropolitan Museum of Art in New York gehören, wurden bisher keine konkreten Ausstellungen oder Projekte dort bekannt gegeben. Der Nasher-Preis, eine der höchsten Auszeichnungen der Kunstwelt, ehrt Künstler aus aller Welt – Halilajs Sieg unterstreicht seine wachsende internationale Bedeutung.

Das Preisgeld in Höhe von 100.000 US-Dollar fließt an die Hajde! Foundation, eine Organisation, die Halilaj im Kosovo unterstützt. Die Stiftung spielt eine zentrale Rolle bei der Wiederbelebung kultureller Räume und der Förderung lokaler Künstler. Carlos Basualdo, Direktor des Nasher Sculpture Center, bezeichnete Halilajs Kunst als eine Kraft für Einheit und Optimismus.

Weitere Programme im Zusammenhang mit Halilajs Werk sollen 2027 angekündigt werden und bieten neue Möglichkeiten, sich mit seinem sich entwickelnden Schaffensprozess auseinanderzusetzen.

Halilajs Auszeichnung mit dem Nasher-Preis lenkt weltweite Aufmerksamkeit auf seine zutiefst persönlichen, doch universell gültigen Auseinandersetzungen mit Konflikt und Widerstandsfähigkeit. Die Förderung der Hajde! Foundation wird dazu beitragen, die künstlerische Gemeinschaft im Kosovo zu stärken und seinen Einfluss über Galerieräume hinaus zu verlängern. Dass er als jüngster Preisträger geehrt wird, unterstreicht die anhaltende Kraft der Kunst, Realitäten widerzuspiegeln und Wunden zu heilen.

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