27 March 2026, 04:29

Parkuhren-Skandal in Kempten: 1,9 Millionen Euro über Jahre gestohlen

Plakat mit Text und Logo, das versteckte Gebühren in Rechnungen kosten Familien Hunderte Dollar monatlich.

Parkuhren-Skandal in Kempten: 1,9 Millionen Euro über Jahre gestohlen

In Kempten hat ein Prozess um den Diebstahl von fast 1,9 Millionen Euro aus städtischen Parkuhren begonnen. Ein 40-jähriger kommunaler Mitarbeiter und seine 38-jährige Ehefrau stehen unter dem Verdacht, über ein Jahrzehnt hinweg systematisch Bargeld entwendet zu haben. Beide befinden sich seit ihrer Festnahme im vergangenen Jahr in Untersuchungshaft.

Das betrügerische System begann 2015 und blieb bis November 2025 unentdeckt. Der Mann, der für die Wartung der Parkuhren zuständig war, entleerte diese wiederholt und behielt das Geld. Seine Frau soll ihm geholfen haben, die Beute zu waschen, indem sie Bargeld auf Bankkonten einzahlte oder in Geschenkgutscheine umwandelte.

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Die Betrugsmasche umfasste Hunderte von Vorfällen: Zwischen 2015 und 2019 wurden rund 584.000 Euro erbeutet, weitere 1,34 Millionen Euro folgten von 2020 bis 2025, bis die Bank schließlich verdächtige Transaktionen meldete. Die Behörden haben seitdem alle Schlösser der Parkuhren ausgetauscht und die Wartung an externe Dienstleister vergeben, um weitere Diebstähle zu verhindern.

Die Staatsanwaltschaft fordert nun die vollständige Einziehung der gestohlenen Gelder. Der Prozess dauert an, während die Ermittler das Ausmaß der Machenschaften des Paares aufklären.

Der Fall hat gravierende Schwachstellen im Parkuhren-System von Kempten offenbart. Da sich beide Angeklagten weiterhin in Haft befinden, muss das Gericht nun entscheiden, ob der volle Betrag zurückerlangt werden kann. Die Stadt hat bereits Maßnahmen ergriffen, um ähnliche Straftaten künftig zu verhindern.

Quelle