30 April 2026, 02:27

Ökonomen warnen: Deutschlands Staatsfinanzen stehen vor dem Kollaps

Eine Liniengrafik, die den Betrag der öffentlichen Schulden über die Zeit zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Ökonomen warnen: Deutschlands Staatsfinanzen stehen vor dem Kollaps

Deutschlands öffentliche Finanzen geraten unter Druck, warnen zwei führende Ökonomen. Andreas Peichl, Leiter des Ifo-Zentrums für öffentliche Finanzen in München, hält den Bundeshaushalt für nicht tragfähig. Steigende Zinslasten und verschleppte Reformen gefährdeten zunehmend die kommenden Generationen, so die Experten.

Peichl forderte sofortiges Handeln, um die Staatsfinanzen zu stabilisieren. Er schlug höhere Steuern auf Alkohol und Tabak vor sowie eine neue Abgabe auf Zucker. Die zusätzlichen Einnahmen müssten jedoch in Präventionsprogramme fließen – und nicht etwa Haushaltslücken stopfen, betonte er.

Zudem plädierte er für eine umfassende Überprüfung der Staatsausgaben und Subventionen. Ohne strengere Kontrollen bestünde weiterhin die Gefahr, dass Sondervermögen zweckentfremdet werden, warnte Peichl. Neue Kredite trieben zudem die Zinszahlungen in die Höhe und schränkten den finanziellen Spielraum ein.

Emilie Höslinger vom Ifo-Zentrum für Makroökonomie und Umfragen teilte diese Bedenken. Sie kritisierte die Schuldenbremse als lückenhaft und unwirksam, um echte Reformen durchzusetzen. Ohne schärfere Regeln werde die Last der Verschuldung vor allem jüngere Steuerzahler treffen, so Höslinger.

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Die Warnungen unterstreichen den wachsenden Druck auf die deutschen Finanzen. Höhere Steuern und strengere Ausgabenkontrollen sollen die Belastung mindern. Doch ohne grundlegende Reformen, so die Ökonomen, werde der Preis des Nichtstuns weiter steigen.

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