05 May 2026, 23:28

Nouripour kritisiert Deutschlands passive Iran-Politik in der Hormus-Krise

Detailierte Kartenvorlage der iranisch-sowjetischen Grenze mit geografischen Merkmalen und Landesgrenzen sowie erklärendem Text.

Nouripour kritisiert Deutschlands passive Iran-Politik in der Hormus-Krise

Omid Nouripour, Vizepräsident des Bundestags und Außenexperte der Grünen, hat Deutschlands Umgang mit dem Iran scharf kritisiert. Er wirft der aktuellen Strategie vor, das Land in eine reaktive statt in eine führende Rolle in den diplomatischen Bemühungen zu drängen. Seine Äußerungen fallen in eine Zeit steigender Spannungen aufgrund der iranischen Aktionen in der Straße von Hormus.

Nouripour hat Außenminister Johann Wadephul (CDU) vorgeworfen, es versäumt zu haben, entscheidende Schritte zur Gestaltung der deutschen Iran-Politik einzuleiten. Die Untätigkeit der Regierung habe Berlin seiner Meinung nach auf eine passive Position in den Verhandlungen reduziert.

Die Lage in der Straße von Hormus entwickelt sich zunehmend zu einem zentralen Problem. Nouripour bezeichnete die iranischen Angriffe auf zivile Frachtschiffe als inakzeptabel und warnte, eine solche Aggression dürfe nicht ohne Konsequenzen bleiben. Er ist überzeugt, dass sich das iranische Regime nun ermutigt fühle und davon ausgehe, in den Gesprächen die stärkere Verhandlungsposition zu besitzen.

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Als Gegenmaßnahme fordert Nouripour die europäischen Staaten, die direkt von den iranischen Handlungen betroffen sind, auf, eigenständige Initiativen zu ergreifen. Sie sollten seiner Ansicht nach mit eigenen Vorschlägen an den Verhandlungstisch zurückkehren, statt auf das Handeln anderer zu warten.

Nouripours Kritik unterstreicht die wachsende Unzufriedenheit mit der aktuellen deutschen Haltung gegenüber dem Iran. Sein Appell für europäisch geführte Verhandlungen spiegelt die Sorgen über die eskalierenden Aktionen des Regimes in einer der wichtigsten Schifffahrtsrouten wider. Die Debatte dreht sich nun darum, ob Berlin seinen Kurs anpassen oder weiterhin eine abwartende Politik verfolgen wird.

Quelle