Neue Führung für die Feldgeschworenen: Luger übernimmt traditionsreiches Amt
Laura ThanelNeue Führung für die Feldgeschworenen: Luger übernimmt traditionsreiches Amt
Alois Luger hat den Vorsitz der städtischen Feldgeschworenen übernommen und löst damit Heribert Dettenkofer ab. Das Amt, eines der ältesten in der Kommunalverwaltung, blickt auf eine über 500-jährige Tradition zurück. Feldgeschworene unterstützen offizielle katastertechnische Vermessungen und unterliegen dabei strengster Vertraulichkeit.
Heribert Dettenkofer war seit 2005 als Feldgeschworener tätig, bevor er um seine Entbindung von den Pflichten bat. Sein Ausscheiden folgt auf jahrelanges Engagement in kommunalen Vermessungsaufgaben. Die Dienststelle Geoinformation und Vermessung des Bauamts ist für diese Leistungen zuständig und sorgt für präzise Grundstücksaufzeichnungen.
Lugers Wahl zum Vorsitzenden fällt zusammen mit der Ernennung von Johannes Neuner zu seinem Stellvertreter. Beide werden als Sprecher der Geschworenen fungieren, gemeinsame Angelegenheiten regeln und als Schnittstelle zum städtischen Vermessungsamt agieren. Zu ihren Aufgaben gehört auch die Unterstützung des Amts für Digitalisierung, Breitband und Vermessung bei katastertechnischen Arbeiten.
Aktuell zählt die Stadt acht aktive Feldgeschworene. Ludwig Linseis ist kürzlich hinzugekommen und hat damit einen Rückgang umgekehrt – vor seiner Berufung 2015 gab es noch zwölf Beisitzer. Die Geschworenen bekleiden ihre Ämter auf Lebenszeit und üben ihre ehrenamtlichen Tätigkeiten mit besonderem Augenmerk auf Genauigkeit und Diskretion aus.
Die neue Führung wird die langjährige Tradition der Feldgeschworenen fortsetzen, die bei Grundstücksvermessungen mitwirken. Ihre Arbeit garantiert präzise Eigentumsaufzeichnungen und bewahrt dabei die jahrhundertealten Grundsätze des Amts. Das Team besteht nun aus acht Mitgliedern, die sich sämtlich den strengen Anforderungen der Position verpflichtet fühlen.
Historische Wurzeln und moderne Rolle der Münchner Feldgeschworenen
Die Tradition der Feldgeschworenen hat ihre Wurzeln in mittelalterlichen Feldgerichten, die Grenzstreitigkeiten gelöst haben. Als immaterielles Kulturerbe in Bayern im 2016 anerkannt, vereint diese Rolle heute Tradition und moderne geospatialen Arbeiten. Die aktuellen Münchner Ränge umfassen sieben Männer und eine Frau, was die sich verändernde Demografie in dieser jahrhundertealten Institution widerspiegelt.






