Neue 380-kV-Stromtrasse in Mittelfranken: Planfeststellung für Energiewende-Projekt beginnt
Christoph Koch IINeue 380-kV-Stromtrasse in Mittelfranken: Planfeststellung für Energiewende-Projekt beginnt
Die Regierung von Mittelfranken hat ein formelles Planfeststellungsverfahren für eine neue 380-Kilovolt-Stromtrasse eingeleitet. Das Projekt sieht den Ersatz einer bestehenden 220-kV-Leitung zwischen Raitersaich-West und Ludersheim-West vor und zielt darauf ab, die Übertragungskapazität zu erhöhen. Anwohner und Beteiligte erhalten später in diesem Jahr die Möglichkeit, Unterlagen einzusehen und Einwendungen vorzubringen.
Die Aufrüstung ist Teil einer insgesamt 170 Kilometer langen Leitung, die von Ludersheim bis nach Aschaffenburg verläuft. Durch die Erhöhung der Spannung von 220 kV auf 380 kV soll das Stromnetz gestärkt und der Ausbau erneuerbarer Energien unterstützt werden. Die TenneT TSO GmbH bezeichnet den Schritt als entscheidenden Beitrag zur Verbesserung der Netzanbindung zwischen Mittelfranken und Niederbayern.
Das Planungsverfahren umfasst eine öffentliche Anhörung sowie die Prüfung aller betroffenen Belange. Die Unterlagen werden vom 13. November bis zum 12. Dezember 2025 online einsehbar sein, Einwendungen können bis zum 27. Dezember 2025 eingereicht werden. Betroffen sind mehrere Gebiete, darunter Großhabersdorf, Nürnberg, Schwabach sowie gemeindefreie Gebiete wie der Feuchter Forst und Winkelhaid.
TenneT hat zudem zwölf weitere 380-kV-Freileitungsprojekte in ganz Deutschland angekündigt, die ab 2026 starten sollen. Dazu zählen Großvorhaben wie SuedLink, SuedOstLink und Ultranet, deren Fertigstellung bis 2032 geplant ist. Ziel des Unternehmens ist es, die Infrastruktur im Einklang mit den Zielen der Energiewende zu modernisieren.
Die Genehmigungsphase für das aktuelle Projekt läuft bis Ende Dezember und bietet Raum für öffentliche Rückmeldungen. Bei erfolgreicher Umsetzung wird die neue Leitung die Übertragungskapazität erhöhen und den Umstieg Deutschlands auf erneuerbare Energien unterstützen. TenneTs langfristige Pläne umfassen weitere Hochspannungsausbauprojekte in den kommenden zehn Jahren.






