Münchner Flughafen baut Terminal 1 für 665 Millionen Euro aus – neue Pier für Nicht-Schengen-Flüge ab 2026
Christina JunitzMünchner Flughafen baut Terminal 1 für 665 Millionen Euro aus – neue Pier für Nicht-Schengen-Flüge ab 2026
Flughafen München baut Terminal 1 aus: Neue Pier für Nicht-Schengen-Flüge für 665 Millionen Euro
Der Flughafen München erweitert sein Terminal 1 um eine neue, 665 Millionen Euro teure Pier, die ausschließlich für Flüge außerhalb des Schengen-Raums vorgesehen ist. Die Fertigstellung ist für 2026 geplant; dann soll die Pier als zentraler Sicherheitsbereich für Passagiere dienen, die in Länder außerhalb des Schengen-Raums reisen. Aktuell nutzen noch keine Airlines die neuen Gates, da die Bauarbeiten noch andauern.
Die neue Pier wird sämtliche Sicherheitskontrollen für Nicht-Schengen-Flüge in Terminal 1 abwickeln. Sie ist an die bestehenden Module A und B angebunden und verfügt über eigene Gates sowie Servicebereiche. Ein besonderes Merkmal ist das A380-Gate, das mit drei mobilen Fluggastbrücken ausgestattet ist – eine für das Oberdeck und zwei für das Unterdeck –, um Großraumflugzeuge effizient abfertigen zu können.
Bei den Sicherheitskontrollen kommen moderne CT-Scanner zum Einsatz, die es Passagieren ermöglichen, Flüssigkeiten im Handgepäck zu belassen. Die Pier ist für einen Durchsatz von bis zu sechs Millionen Reisenden pro Jahr ausgelegt. Im Inneren werden erstmals am Münchner Flughafen Ledersitze eingeführt, zudem soll es durch verzögerte Gate-Ankündigungen zu einem reibungsloseren Boarding-Prozess kommen.
Terminal 1, oft als das "bunte Terminal" bezeichnet, ist vor allem Heimat von Airlines außerhalb der Star Alliance. Das flexible Fluggastbrückensystem der neuen Pier wird verschiedene Flugzeugtypen unterstützen und so die Abfertigungseffizienz für Nicht-Star-Alliance-Carrier verbessern.
Ziel der Erweiterung ist es, den Nicht-Schengen-Verkehr in Terminal 1 zu optimieren. Ab 2026 soll die Pier die Kapazitäten erhöhen und die Passagierabfertigung modernisieren. Bis dahin laufen die Bauarbeiten weiter – noch hat keine Airline die neuen Bereiche bezogen.






