Mitteleuropa lockert Raucherregeln für Gastronomie und setzt auf Flexibilität
Christina JunitzMitteleuropa lockert Raucherregeln für Gastronomie und setzt auf Flexibilität
Mehrere mitteleuropäische Länder haben ihre Raucherregelungen für Restaurants und Bars angepasst. Die Änderungen zielen darauf ab, die finanziellen Schwierigkeiten im Gastgewerbe und die wachsende Unzufriedenheit unter den Gästen zu entschärfen. Neue Vorschriften bieten nun mehr Flexibilität für Betriebe und Besucher gleichermaßen.
Tschechien führte eine Pflicht ein, wonach Restaurants angeben müssen, ob sie Raucher- oder Nichtraucherlokale sind. Diese Regelung trat am 1. Juli 2022 in Kraft. Der Beschluss folgte auf Bedenken wegen der wirtschaftlichen Auswirkungen strenger Verbote und der Unzufriedenheit bei den Gästen.
Auch Griechenland setzte am selben Tag Änderungen um. Betriebe mit einer Fläche von weniger als 70 Quadratmetern können nun selbst über ihren Raucherstatus entscheiden. Größere Einrichtungen müssen hingegen separate Raucherbereiche einrichten.
Kroatien plant, sein striktes Rauchverbot weiter zu lockern. Kleinere Betriebe dürfen künftig als Raucherlokale geführt werden. Der Schritt erfolgt nach erheblichen Umsatzeinbußen in der Gastronomie. Tourismusvertreter sehen die Änderung als Teil eines größeren Trends hin zum österreichischen Modell der regulierten Koexistenz.
Bayern ist hier bereits vorangegangen. Seit dem 1. August 2022 ist das Rauchen in kleineren Lokalen und Nebenräumen erlaubt.
Die Anpassungen der Richtlinien spiegeln eine wachsende Präferenz für den österreichischen Ansatz wider, der die Bedürfnisse von Rauchern und Nichtrauchern in Einklang bringt. Länder wie Tschechien, Griechenland und Kroatien führen flexiblere Regelungen ein, um kämpfende Betriebe zu unterstützen. Die Änderungen sollen die finanziellen Belastungen für Bars und Restaurants verringern.






