25 June 2026, 18:17

Mercedes-Benz diskutiert Rückkehr zur 40-Stunden-Woche – Streit um Wettbewerbsfähigkeit

Mercedes-Benz-Betriebsrat lehnt 40-Stunden-Woche ab

Mercedes-Benz diskutiert Rückkehr zur 40-Stunden-Woche – Streit um Wettbewerbsfähigkeit

Mercedes-Benz arbeitet derzeit mit einer 35-Stunden-Woche für seine Mitarbeiter. In jüngsten Diskussionen wurde auf Bedenken hingewiesen, dass die Arbeitskosten in Deutschland im internationalen Vergleich zu hoch seien. Das Unternehmen bestätigte, dass die strukturellen Ausgaben – darunter auch die Löhne – global betrachtet weniger wettbewerbsfähig seien.

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Martin Brudermüller, Vorsitzender des Aufsichtsrats, hat öffentlich zu einer Rückkehr zur 40-Stunden-Woche aufgerufen. Er argumentiert, dieser Schritt sei notwendig, um die Lohnkosten zu senken und die Wettbewerbsfähigkeit von Mercedes-Benz zu sichern. Der Vorschlag hat innerhalb des Unternehmens eine Debatte ausgelöst.

Ergun Lümali, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats, lehnt die Idee entschieden ab. Er betont, dass eine Verlängerung der Arbeitszeit ohne zusätzliche Bezahlung das Problem der unterausgelasteten deutschen Werke nicht löse. Lümali besteht darauf, dass ein solcher Schritt unwirksam und unfair gegenüber den Beschäftigten wäre.

Mercedes-Benz hat klargestellt, dass derzeit keine offiziellen Gespräche über eine Änderung der 35-Stunden-Woche geführt werden. Die Lohnverhandlungen liegen in der Verantwortung der IG Metall und der Arbeitgeberverbände, sodass das Unternehmen aktuell keine direkten Schritte einleiten kann. Dennoch sucht der Konzern weiterhin im Dialog mit den Arbeitnehmervertretern nach Wegen, die Effizienz zu steigern.

Das Unternehmen erkennt an, dass die Kosten gesenkt werden müssen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Jede Anpassung der Arbeitszeiten oder Löhne müsste jedoch im Rahmen von Tarifverhandlungen erfolgen. Vorerst bleibt die 35-Stunden-Woche bestehen – konkrete Pläne für eine Änderung gibt es derzeit nicht.

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