Berliner Philharmoniker vor Milliarden-Sanierung – doch wo spielt das Orchester zwischendurch?
Christoph Koch IIBerliner Philharmoniker vor Milliarden-Sanierung – doch wo spielt das Orchester zwischendurch?
Die Berliner Philharmoniker stehen vor einer umfassenden Sanierung ab 2032 – direkt im Anschluss an ihr 150-jähriges Jubiläum. Während der Bauarbeiten muss das Orchester in ein provisorisches Domizil mit etwa 2.300 Plätzen umziehen, das höchsten akustischen Ansprüchen genügt. Doch über den Standort dieses Interimsquartiers herrscht zwischen der Stadt und dem Orchester noch Uneinigkeit.
Im Mittelpunkt der Sanierung stehen der Brandschutz und die Modernisierung der Backstage-Bereiche, während die legendäre Akustik des Großen Saals erhalten bleiben soll. Die Gesamtkosten für Umbau und Umzug werden auf 1,15 Milliarden Euro veranschlagt.
Als mögliche Lösung schlägt eine Machbarkeitsstudie den Flughafen Tempelhof vor: Dort könnten für acht Jahre zwei neue Konzerthallen in den historischen Hangars entstehen – ebenfalls zu dem veranschlagten Preis von 1,15 Milliarden Euro. Die Stadt favorisiert jedoch das Internationale Congress Centrum (ICC), doch das Orchester hat Bedenken wegen der Akustik und der noch laufenden Sanierungsarbeiten im Gebäude.
Die endgültige Entscheidung über die Sanierung und den Interimsstandort hängt von den Prioritäten und dem Haushalt der neuen Regierung ab. Unterdessen ist ungewiss, ob die erfolgreiche Intendantin Andrea Zietzschmann nach 2028 eine Vertragsverlängerung erhält – trotz ihrer weithin anerkannten Führung.
Die Sanierung der Philharmonie beginnt 2032, doch zunächst muss ein geeigneter Ersatzspielort gefunden werden. Die Wahl des Standorts und die Finanzierung des Projekts werden die nächsten Schritte prägen. Die Gesamtkosten bleiben mit 1,15 Milliarden Euro für Umbau und Umzug fest veranschlagt.
