Memmingen plant Aufstieg zum zweitgrößten Flughafen Bayerns bis 2030
Maren WeihmannMemmingen plant Aufstieg zum zweitgrößten Flughafen Bayerns bis 2030
Flughafen Memmingen bereitet sich auf stetiges Wachstum vor – bis Ende 2025 werden voraussichtlich zwischen 3,5 und 3,6 Millionen Passagiere den Airport nutzen. Trotz der Kürzung einiger Winterflüge durch Ryanair bleibt die Flughafenleitung zuversichtlich, das aktuelle Verkehrsaufkommen auch 2026 halten zu können. Mit Platz 10 der meistfrequentierten Flughäfen Deutschlands verfolgt Memmingen ehrgeizige Pläne für eine weitere Expansion.
Kleinere deutsche Flughäfen verzeichnen einen Passagierboom, angetrieben durch europäische Airlines, die ihr Punkt-zu-Punkt-Streckennetz ausbauen. Spitzenreiter ist der Flughafen Allgäu, dessen Sitzplatzkapazität im Vergleich zur Zeit vor der Pandemie um 256 Prozent gestiegen ist. Auch Karlsruhe/Baden-Baden (+184 Prozent) und Niederrhein/Weeze (+169 Prozent) melden deutliche Zuwächse.
Memmingen selbst strebt an, innerhalb von fünf Jahren zum zweitgrößten Flughafen Bayerns aufzusteigen. Um dieses Ziel zu erreichen, sind Erweiterungen der Anlagen in Memmingerberg sowie der Bau eines neuen Parkhauses in der Nähe geplant. Währenddessen erholen sich die großen Drehtüren wie Frankfurt und München langsamer: Für die Wintersaison 2025/2026 rechnen sie nur mit 88 bzw. 84 Prozent ihrer Vorkrisen-Kapazität.
Ryanairs Rücknahme einiger Winterverbindungen führt in Memmingen zwar zu einer Stagnation der Wachstumskurve für 2026, ein Rückgang der Passagierzahlen wird jedoch nicht erwartet. Der Flughafen wächst weiterhin – wenn auch in gemäßigterem Tempo aufgrund der jüngsten Flugplananpassungen. Mit laufenden Ausbauprojekten und einer festen Position unter den verkehrsreichsten deutschen Flughäfen bleibt der Fokus auf langfristiger Entwicklung.
Der allgemeine Trend zeigt: Während kleinere Regionalflughäfen florieren, kämpfen die großen Hubs wie Frankfurt und München weiterhin mit einer zögerlichen Erholung.






