Mehr Geld für Familien: Kindergeld und Steuerfreibeträge steigen ab 2026
Laura ThanelMehr Geld für Familien: Kindergeld und Steuerfreibeträge steigen ab 2026
Familien in Deutschland erhalten ab 2026 mehr finanzielle Unterstützung durch neue Regierungsmaßnahmen. Das Kindergeld wird erhöht, Steuerfreibeträge steigen, und einkommensschwache Haushalte erhalten zusätzliche Hilfen. Die Änderungen sollen die Lebenshaltungskosten erleichtern und verhindern, dass die Steuerlast durch die Inflation ansteigt.
Ab dem 1. Januar 2026 wird das monatliche Kindergeld automatisch auf 259 Euro pro Kind angehoben. Eltern müssen keinen Antrag stellen – die Anpassung erfolgt ohne weiteres Zutun. Damit sollen Familien besser mit den steigenden Lebenshaltungskosten zurechtkommen.
Auch der Kinderfreibetrag wird 2026 von 6.672 auf 6.828 Euro erhöht. Zudem steigt der Grundfreibetrag bei der Einkommensteuer um 312 Euro auf 12.096 Euro im selben Jahr, gefolgt von einer weiteren Erhöhung um 252 Euro im Jahr 2027. Diese Schritte sollen die sogenannte "kalte Progression" abmildern, bei der Inflation Bürger in höhere Steuerklassen drängt.
Geringverdienerfamilien profitieren zusätzlich vom erhöhten Kinderzuschlag, der von 20 auf 25 Euro pro Monat steigt. Eine Familie mit zwei Kindern und einem Jahreseinkommen von 60.000 Euro wird allein durch die Kindergelderhöhung etwa 306 Euro jährlich mehr erhalten.
Die Maßnahmen kosten den Bund 2025 voraussichtlich rund 7,2 Milliarden Euro, in den Folgejahren steigen die Ausgaben auf geschätzte 14,8 Milliarden Euro. Gleichzeitig rechnen die Länder mit Mindereinnahmen von etwa 5,4 Milliarden Euro pro Jahr durch die Anpassungen.
Die Erhöhungen von Kindergeld, Freibeträgen und Zuschlägen bringen direkte finanzielle Entlastung für Familien. Die Regierungsausgaben für diese Maßnahmen belaufen sich auf Milliarden, mit langfristigen Auswirkungen auf die Haushalte von Bund und Ländern. Die Änderungen treten 2026 in Kraft – Eltern müssen keine zusätzlichen Schritte unternehmen, um die Leistungen zu erhalten.