07 April 2026, 12:31

Kühltürme von Gundremmingen fallen mit spektakulärer Sprengung

Eine Kernexplosion in Nordkorea, mit Rauch, der von der Explosionsstelle aufsteigt, umgeben von Bäumen und Häusern, und Text oben, der auf eine Kernkatastrophe hinweist.

Kühltürme von Gundremmingen fallen mit spektakulärer Sprengung

Zwei markante Kühltürme des Kernkraftwerks Gundremmingen in Deutschland sind durch eine kontrollierte Sprengung abgerissen worden. Die 160 Meter hohen Bauwerke stellten den sichtbarsten Schritt im Rückbau der Anlage dar, der nach der endgültigen Abschaltung Ende 2021 begann.

Das Kraftwerk umfasste ursprünglich drei Reaktoren: einen Block mit 250 Megawatt Leistung sowie zwei größere Einheiten mit je 544 Megawatt. Die Blöcke zwei und drei gingen 1984 bzw. 1985 in Betrieb und erbrachten gemeinsam eine Leistung von 1.344 Megawatt. Beide wurden im Rahmen des deutschen Atomausstiegs stillgelegt – Block zwei Ende 2017, Block drei 2021.

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Vor der Sprengung waren bereits über 4.700 Tonnen Baumaterial vom Gelände geräumt worden. Durch den Abriss selbst wurden zusätzlich 56.000 Tonnen Stahlbeton zerstört, die nun zu Schotter und Baumaterialien recycelt werden.

Der vollständige Rückbau der Anlage wird voraussichtlich bis in die 2030er Jahre andauern, da weitere Demontagearbeiten und die Räumung des Geländes noch ausstehen.

Mit der Sprengung verschwinden die prägendsten Merkmale des Kraftwerks – ein sichtbarer Fortschritt in der langfristigen Stilllegung. Die recycelten Materialien der Türme finden neue Verwendung, während die restlichen Rückbauarbeiten noch bis ins nächste Jahrzehnt reichen.

Quelle