KNDS verdreifacht Panzerproduktion und schafft Tausende neue Arbeitsplätze bis 2030
Maren WeihmannKNDS verdreifacht Panzerproduktion und schafft Tausende neue Arbeitsplätze bis 2030
Rüstungskonzern KNDS baut Produktionskapazitäten in Deutschland massiv aus
Der Rüstungshersteller KNDS erweitert seine Produktionskapazitäten in Deutschland deutlich. Das Unternehmen plant den Bau zweier neuer Standorte und eine erhebliche Steigerung der Produktion von gepanzerten Fahrzeugen und Artilleriesystemen. Die Zahl der Bewerbungen ist stark angestiegen – ein Zeichen für das wachsende Interesse an der Branche.
KNDS will die Produktion mehrerer zentraler Plattformen ausbauen. Mittelfristig soll die Fertigung von Leopard-Kampfpanzern verdreifacht werden. Die Produktion der gepanzerten Boxer-Fahrzeuge und von Artilleriesystemen wird sich vervierfachen, während die Herstellung der Schützenpanzer vom Typ Puma verdoppelt wird.
Gleichzeitig sucht das Unternehmen nach geeigneten Standorten für die beiden neuen Werke in Deutschland. An einem Standort soll die gesamte Produktionskette für Radfahrzeuge wie den Boxer abgebildet werden. Der andere Standort wird sich auf Schweißarbeiten spezialisieren – ähnlich wie das Alstom-Werk für Schienenfahrzeuge in Görlitz.
Auch die Belegschaft wird deutlich wachsen: KNDS Deutschland rechnet damit, bis 2030 zwischen 4.000 und 5.000 neue Mitarbeiter einzustellen – fast eine Verdopplung der aktuellen Belegschaft. Die Zahl der Bewerbungen ist bereits von 6.000 vor vier Jahren auf 60.000 im vergangenen Jahr gestiegen.
Trotz der zunehmenden Bedeutung von Drohnen in der modernen Kriegsführung, wie sie etwa im Ukraine-Krieg zu beobachten ist, bleibt KNDS der Produktion gepanzerter Fahrzeuge treu. Das Unternehmen sieht darin eine Kernkompetenz und eine unverzichtbare Fähigkeit für die Verteidigung der Zukunft.
KNDS bereitet sich auf eine große Expansion in Deutschland vor. Die neuen Standorte sollen höhere Produktionsvolumina ermöglichen und Tausende Arbeitsplätze schaffen. Trotz der Weiterentwicklung militärischer Technologien bleibt der Fokus auf gepanzerten Fahrzeugen bestehen.






