Knappe Stichwahl: Mayr bleibt Zornedings Bürgermeister mit nur 86 Stimmen Vorsprung
Christoph Koch IIKnappe Stichwahl: Mayr bleibt Zornedings Bürgermeister mit nur 86 Stimmen Vorsprung
Piet Mayr hat sich in einer knappen Stichwahl seine vierte Amtszeit als Bürgermeister von Zorneding gesichert. Der 69-jährige CSU-Kandidat setzte sich nur mit 86 Stimmen Vorsprung gegen den parteilosen Herausforderer Falk Skeide durch. Bis zur Auszählung der letzten Briefwahlstimmen blieb das Rennen offen.
Die Wahl fand am 8. März 2026 statt, wobei Skeide lange Zeit in Führung lag. Der 50-jährige Unabhängige, unterstützt von SPD, Grünen und der Freien Wählergemeinschaft (FWG), hatte bewusst auf eine Parteizugehörigkeit verzichtet, um ein breiteres Wählerklientel anzusprechen. Sein starker Start ließ zunächst auf einen möglichen Sieg hoffen.
Die Nacht nahm eine dramatische Wende, als ein Stromausfall die Auszählung unterbrach. Während die Ergebnisse nur langsam eintrafen, behielt Skeide eine knappe Führung – bis schließlich der entscheidende Briefwahlbezirk ausgezählt wurde. Dort holte Mayr mit über 100 Stimmen auf und sicherte sich am Ende 50,9 Prozent der Gesamtstimmen.
Mayr gab später zu, sich mental bereits auf eine Niederlage eingestellt zu haben, bevor das Endergebnis feststand. Sein Kontrahent Skeide kam auf 1.984 Stimmen, verfehlte jedoch im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit, was die Stichwahl notwendig machte. Mayr, der Zorneding seit 2008 regiert, geht damit in seine vierte aufeinanderfolgende Amtszeit.
Der Vorsprung war haardünn: Mayr gewann mit weniger als 100 Stimmen. Sein Sieg garantiert Kontinuität in der Führung Zornedings, während Skeides starkes Abschneiden eine gespaltene Wählerschaft widerspiegelt. Die Wahl war von hoher Spannung und einer unberechenbaren Wahlnacht geprägt.






