07 May 2026, 06:22

Jungheinrichs Gewinn bricht ein – Führungskrise verschärft die Probleme

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Jungheinrichs Gewinn bricht ein – Führungskrise verschärft die Probleme

Jungheinrich verzeichnet starken Rückgang der Finanzkennzahlen – Gewinn bricht im ersten Quartal um die Hälfte ein

Der Hamburger Gabelstaplerhersteller Jungheinrich kämpft mit einem deutlichen Einbruch der finanziellen Leistung: Im ersten Quartal halbierten sich die Erträge, während der Börsenwert seit Ende 2025 um fast 30 Prozent auf rund 2,6 Milliarden Euro sank. Infolge der anhaltenden Herausforderungen kam es zu personellen Veränderungen in der Führungsetage.

Das Unternehmen meldete einen steilen Rückgang des Ergebnisses vor Zinsen und Steuern (EBIT) für die ersten drei Monate des Jahres. Als Gründe nannte Jungheinrich den verschärften Wettbewerb in der Branche sowie einen Streik am Produktionsstandort Lüneburg. Der finanzielle Rückschlag fällt in eine Phase, in der die Marktkapitalisierung des Unternehmens seit ihrem Höchststand 2025 deutlich geschrumpft ist.

Die Anteile an Jungheinrich bleiben fest in der Hand der Gründerfamilie. Die 54 Millionen stimmberechtigten Stammaktien, die 53 Prozent des Gesamtkapitals repräsentieren, sind gleichmäßig auf die Familien der beiden Töchter des Firmengründers aufgeteilt. Die 45 Millionen nicht stimmberechtigten Vorzugsaktien hingegen werden frei an der Börse gehandelt.

Auch in der Unternehmensführung gab es Veränderungen: Heike Wulff, die Anfang 2026 in den Vorstand eingetreten war, verlässt das Unternehmen früher als vorgesehen. Ihr ursprünglich bis zum 1. Mai 2027 laufender Vertrag wurde in gegenseitigem Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat vorzeitig beendet. Vorstandsvorsitzender Lars Brzoska übernimmt nun kommissarisch die Leitung des Finanzressorts, bis eine dauerhafte Nachfolge gefunden ist.

Die finanziellen Schwierigkeiten und der Führungswechsel kommen für Jungheinrich zu einer schwierigen Zeit. Mit unter Druck geratenen Erträgen und einer interimistischen Finanzchefin muss das Unternehmen nun die operativen Abläufe stabilisieren. Die nächsten Schritte hängen davon ab, ob es gelingt, langfristig eine geeignete Nachbesetzung zu finden und die Herausforderungen im Kerngeschäft zu bewältigen.

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