Bundesweite Großrazzia: Zoll geht gegen Schwarzarbeit und Mindestlohn-Betrug vor
Christoph Koch IIBundesweite Großrazzia: Zoll geht gegen Schwarzarbeit und Mindestlohn-Betrug vor
Die Zollbehörden haben bundesweit eine Großrazzia gegen Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung gestartet. Im Fokus der Aktion standen Branchen, in denen häufig Verstöße gegen den Mindestlohn vorkommen, darunter Gastronomie, Beherbergungsgewerbe und Fahrdienste. Über 3.000 Zollmitarbeiter waren an den Kontrollen in ganz Deutschland beteiligt.
Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) führte gezielte Prüfungen durch, um die Einhaltung der Mindestlohnvorschriften zu gewährleisten. In bestimmten Branchen wie Pflege, Reinigung und Dachdeckerhandwerk gelten besondere branchenspezifische Mindestlöhne. Der gesetzliche Mindestlohn liegt seit Januar 2025 bei brutto 12,82 Euro pro Stunde.
In Landshut befragten 46 Zollbeamte fast 100 Beschäftigte und prüften über 20 Betriebsunterlagen. Untersucht wurden unter anderem Lohnabrechnungen und Finanzdokumente, um die Arbeitsverhältnisse zu überprüfen. Dabei wurden Verstöße festgestellt, etwa die falsche Einstufung von Mitarbeitern oder unkorrekte Arbeitszeiterfassungen.
Wegen Verstoßes gegen die Mindestlohnregelungen wurden sofort acht Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet. Nachbereitende Maßnahmen zur detaillierten Auswertung der Finanzunterlagen folgen.
Die Kontrollen förderten zahlreiche Fälle von Nichteinhaltung der Lohnvorschriften zutage. Der Zoll hat zudem Informationsveranstaltungen für die Öffentlichkeit angekündigt: am 26. April in Altdorf und am 10. Mai in Passau. Ziel der Veranstaltungen ist es, Arbeitgeber und Arbeitnehmer über die gesetzlichen Anforderungen aufzuklären.






