07 April 2026, 16:25

Gundremmingen: Ikonische Kühltürme des AKW in spektakulärer Sprengung gefallen

Detailiertes architektonischesBlueprint-Zeichnung des Schlosshof in München, Deutschland, mit einem markanten Uhrenturm mit detaillierten Fenstern, Türen und Zifferblatt.

Kühlhaustürme des ehemaligen Kernkraftwerks Gundremmingen in Bayern gesprengt - Gundremmingen: Ikonische Kühltürme des AKW in spektakulärer Sprengung gefallen

Die markanten Kühltürme des bayerischen Kernkraftwerks Gundremmingen sind gesprengt worden. Damit ist ein wichtiger Meilenstein im Rückbau des Standorts erreicht. Das Werk zählte einst zu den größten Atomkraftwerken Deutschlands und war über Jahrzehnte ein zentraler Energieversorger für die Region.

Der Bau der Kühltürme begann 1977 und wurde 1980 abgeschlossen. Jeder der Türme wies an der Oberkante einen Durchmesser von knapp 129 Metern auf. Block A der Anlage, der erste große Kernreaktor Deutschlands, nahm bereits 1966 den Betrieb auf; die Blöcke B und C folgten in späteren Jahren.

Auf dem Höhepunkt seiner Leistung erzeugte Gundremmingen jährlich rund 20 Milliarden Kilowattstunden Strom – das entsprach etwa einem Viertel der gesamten bayerischen Stromproduktion. Doch 2017 wurde Block B abgeschaltet, und 2021 stellte auch Block C endgültig die Produktion ein.

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Die Sprengung der Türme erfolgt im Rahmen des geplanten Rückbauprozesses. Seit der endgültigen Stilllegung des Kraftwerks arbeiten die Behörden an einer sicheren und kontrollierten Demontage der Anlage.

Mit dem Abriss der Kühltürme endet eine Ära der Atomenergie in Bayern. Das Werk war jahrzehntelang eine wichtige Stromquelle, doch seine Schließung steht im Einklang mit dem deutschen Atomausstieg. Die weiteren Rückbauarbeiten werden wie vorgesehen fortgesetzt.

Quelle