Goldpreis 2024: Zwischen Rekordprognosen und drohenden Abstürzen
Der Goldmarkt erlebt 2024 deutliche Verschiebungen. Die Preise dürften zwar steigen, doch Analysten warnen zugleich vor möglichen Rückgängen. Anleger werden angesichts wachsender Unsicherheit zur Vorsicht gemahnt.
Die Bank of America hat ihre Prognose für den Goldpreis auf 3.500 US-Dollar pro Unze für die nächsten zwei Jahre angehoben. Auch die Goldman Sachs teilt diese Einschätzung und erwartet weitere Kursgewinne. Doch Jon Mills von Morningstar hält dagegen: Sein Szenario sieht vor, dass die Notierungen in den kommenden Jahren auf bis zu 1.820 US-Dollar pro Unze fallen könnten.
Das Angebot an Gold wächst. Die oberirdischen Bestände könnten bis Ende 2024 um 9 Prozent auf 216.265 metrische Tonnen steigen. Auch der Anteil an recyceltem Gold wird voraussichtlich zunehmen und damit das verfügbare Volumen weiter erhöhen. Die Zahl der neu aufgelegten Goldfonds ist deutlich gestiegen – ein klares Zeichen für das anhaltend starke Interesse der Investoren.
Fusionen und Übernahmen im Goldsektor haben in diesem Jahr um 32 Prozent zugelegt. Allerdings haben Zentralbanken signalisiert, dass sie ihre Goldreserven kurzfristig nicht aufstocken werden.
Die Marktsignale sind widersprüchlich. Während einige Banken mit hohen Preisen rechnen, erwarten andere eine Korrektur. Der Anstieg bei recyceltem Gold und die Zunahme neuer Fonds deuten auf eine dynamische, aber schwer berechenbare Phase hin.






