25 March 2026, 14:27

Glasfaser überholt Kabel: Warum immer mehr Deutsche auf FTTH umsteigen

Plakat mit der Aufschrift "19 Millionen Haushalte sparen $30-75 pro Monat bei High-Speed-Internet" und einem Logo.

Glasfaser überholt Kabel: Warum immer mehr Deutsche auf FTTH umsteigen

Deutschlands Internetlandschaft im Wandel: Immer mehr Haushalte steigen von Kabel auf Glasfaser um

Bis 2025 nutzen bereits fast jeder fünfte Haushalt in Deutschland Glasfaseranschlüsse, während der Anteil der Kabelinternet-Nutzer kontinuierlich sinkt. Experten und Politiker sind sich einig: Nur der direkte Glasfaseranschluss bis in die Wohnung (Fiber-to-the-Home, FTTH) bietet auf lange Sicht schnelles und zuverlässiges Internet.

Auf einer kürzlichen Konferenz in München wurden neue Daten vorgestellt, die die wachsende Kluft zwischen Kabel- und Glasfaserleistung verdeutlichen. Gleichzeitig kämpfen Anbieter darum, mit den steigenden Kundenanforderungen nach höherer Geschwindigkeit und Stabilität Schritt zu halten.

Kabel verliert an Boden, Glasfaser legt zu Aktuell setzen noch rund 13 Millionen deutsche Haushalte auf Kabelinternet – das entspricht etwa 30 Prozent des Marktes. Doch dieser Anteil ist innerhalb von nur fünf Jahren von 35 Prozent gesunken. Glasfaseranschlüsse hingegen verzeichnen einen deutlichen Aufschwung: Lag ihr Marktanteil 2020 noch bei 5 Prozent, sind es heute bereits 18 Prozent, was etwa 8 Millionen Haushalten entspricht.

Der Wechsel lohnt sich für viele Nutzer: Eine aktuelle Studie zeigt, dass 76 Prozent der Umsteiger deutlich höhere Geschwindigkeiten mit Glasfaser erleben, während 66 Prozent eine spürbar bessere Stabilität feststellen. Kabelverbindungen hingegen leiden unter langsameren Upload-Raten und höherer Latenz, was sie für moderne Anwendungen weniger geeignet macht.

Preisunterschiede als entscheidender Faktor Trotz der Vorteile von Glasfaser bleiben Kabelanbieter bei den Kosten oft attraktiver: Sie bieten weiterhin Download-Geschwindigkeiten von bis zu 1 Gbit/s zu günstigeren Konditionen als viele Glasfasertarife. So kostet etwa das Glasfaser-Paket von Vodafone 69,99 Euro monatlich, während die Deutsche Telekom 70,95 Euro und Deutsche Glasfaser sogar 89,99 Euro verlangt. Angesichts des wachsenden Wettbewerbs dürften Kabelanbieter jedoch bald die Preise senken, um Kunden zu halten.

Netzbetreiber und Politik setzen auf Glasfaser Der Trend zwingt große Kabelanbieter wie Vodafone und PYÜR dazu, in eigene Glasfasernetze zu investieren. Beide Unternehmen migrieren bereits Kunden von veralteten Kabelleitungen. Gleichzeitig arbeitet das Bundesdigitalministerium an einem Strategiepapier, um den Umstieg von DSL auf Glasfaser zu beschleunigen – Kabelnetze spielen darin keine Rolle mehr.

Auf der Buglas-Konferenz in München präsentierte Prof. Dr. Jens Böcker von der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg aktuelle Vergleichsdaten beider Technologien. Böcker, der seit Jahren den deutschen Glasfasermarkt analysiert, unterstrich, dass FTTH die einzige wirklich zukunftssichere Lösung sei. Digitalminister Karsten Wildberger pflichtete ihm bei und bezeichnete Glasfaser als beste Langzeitstrategie für die digitale Infrastruktur des Landes.

Fazit: Glasfaser auf dem Vormarsch Glasfaser verdrängt Kabel zunehmend als bevorzugte Internetverbindung in Deutschland. Mit höherer Geschwindigkeit, besserer Stabilität und starker politischer Unterstützung wird sich dieser Trend voraussichtlich fortsetzen. Kabelanbieter stehen nun vor der Wahl: Sie müssen entweder die Preise senken, ihre Netze modernisieren – oder riskieren, in den kommenden Jahren noch mehr Kunden an die Glasfaserkonkurrenz zu verlieren.

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