Gewalttätiger Schwarzfahrer greift Zugbegleiterin an – Festnahme in Bayern
Christoph Koch IIGewalttätiger Schwarzfahrer greift Zugbegleiterin an – Festnahme in Bayern
Ein 32-jähriger Mann aus Somalia ist nach einer Reihe von Straftaten in einem Regionalzug in Bayern festgenommen worden. Der Vorfall begann, als Bundespolizisten ihn auf der Fahrt von Kufstein nach Rosenheim kontrollierten – mit weitreichenden Konsequenzen.
Zunächst wurde der Mann von Beamten im Zug wegen Schwarzfahrens überprüft. Bei der Kontrolle stellte sich heraus, dass er über keine gültigen Einreise- oder Aufenthaltsdokumente für Deutschland verfügte. Zudem lagen zwei offene Haftbefehle gegen ihn vor – einer wegen wiederholter Fahrpreishinterziehung, ein weiterer wegen Urkundenfälschung.
In alkoholisiertem Zustand wurde der Mann aggressiv und griff eine Zugbegleiterin an. Er spuckte sie mehrfach an, bevor er überwältigt werden konnte. Die Polizei erstattete später Anzeige wegen Schwarzfahrens, Beleidigung, Körperverletzung und illegaler Einreise.
Nach seiner Festnahme am Bahnhof Kiefersfelden wurde er in die Justizvollzugsanstalt Bernau überstellt. Dort verweigerte er die Benutzung der Toilette und urinierte stattdessen in seiner Zelle. Der Mann war bereits zuvor wegen früherer Delikte zu einer Geldstrafe von knapp 1.300 Euro verurteilt worden, die er jedoch nicht bezahlte – was schließlich zu einer Ersatzfreiheitsstrafe führte.
Der Fall reiht sich in vereinzelte Berichte über gewalttätige Vorfälle in Bayern im vergangenen Jahr ein. Zwar liegen keine umfassenden Statistiken vor, doch die Behörden bestätigten, dass die Festnahme Teil der laufenden Kontrollmaßnahmen sei. Der Mann bleibt bis zu weiteren rechtlichen Schritten in Untersuchungshaft.